Außenklima punktet in der Theke

Kaufland: Schweinefleisch aus Außenklimaställen

Kaufland bietet als erster Supermarkt in allen Filialen Fleisch von Schweinen aus Außenklimaställen an. Trotz beachtlichem Mehrpreis punktet das Fleisch an der Theke.

Außenklimaställe liegen weit vorn in der Gunst von Verbrauchern. Niedergeschlagen hat sich das bislang nur bei den Produktionskosten, nicht aber im Absatz. Beim Lebensmittelhändler Kaufland sind 60 Schweinehalter direkt unter Vertrag. Beim Schlachtunternehmen Tönnies, das für das Aldi-Programm "Fair&Gut" produziert, sind es acht. Rund 100 sollen noch auf der Warteliste stehen.

Außenklima in 670 Filialen

Während die Kunden bei Aldi den Absatz anscheinend nicht vorantreiben, weitet Kaufland das Angebot jetzt aus. An den Kaufland Fleisch-Bedienungstheken wird mit der Marke „Wertschätze“ ausschließlich Außenklima-Schweinefleisch der Haltungsform Stufe 3 angeboten.

Zusätzlich sind vier Produkte unter der Marke „Favourites“ jetzt in den SB-Theken aller 670 Filialen zu finden. Hackfleisch, Schnitzel, Rücken und Bauch des Schweins sind dort als „Haltungsform Stufe 3“ deklariert. Die Schweine haben im Außenklimastall 40% mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben. Ihnen stehen Stroh sowie weiteres organisches Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Zusätzlich wirbt das Unternehmen mit gentechnikfreiem Futter.

Schweinebauch 3 €/kg teurer

Der Mehrpreis in der SB-Theke ist beachtlich. So kostet Schweinerücken 9,99 €/kg anstelle 7,29 €/kg für konventionelles Fleisch. Beim Schnitzel ist der Preisunterschied mit 2,42 €/kg noch größer. Favourites-Bauch wird sogar für 8,49 €/kg anstelle von 5,49 €/kg verkauft.

Was den Landwirten die besondere Haltung und Fütterung bringt, wollte das Unternehmen nicht preisgeben, sondern spricht von einer „fairen Bezahlung“. Laufzeit des Vertrags und Bezahlung werden individuell festgelegt.

Zu Verkaufsmengen und weiterer Planung will Kaufland sich nicht äußern. Das Unternehmen versichert aber: „Das Interesse der Landwirte ist groß, sodass aktuell keine zusätzliche Werbung für unser Programm notwendig ist.“

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