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Intelligenz auf Rädern

Autonomes Arbeiten auf dem Feld ist keine Zukunftsmusik, Mähdrescher können das bereits. Sie stellen sich komplett selbst ein – und zwar besser, als jeder Fahrer das könnte. Der ist nur noch zur Überwachung an Bord.

Wie weit die Automatisierung der Landmaschinen vorangeschritten ist, zeigen die Mähdrescher eindrucksvoll. Sie sind auch auf der diesjährigen Agritechnica zu finden. (Foto: New Holland)

Auf der Agritechnica zeigen die Landmaschinenhersteller ihre "intelligenten" Erntemaschinen.

Hier geben wir nur einen kleinen Überblick über Mähdrescher. Die vollständige Information auch zu Kartoffelrodern oder Häckselvorsätzen lesen Sie in Wochenblatt Ausgabe 45/17, Seite 47 ff.

Während sich Traktorenhersteller noch Gedanken über den fahrerlosen Traktor machen, sind Erntemaschinenkonstrukteure schon weiter. Mähdrescher stellen sich inzwischen nicht nur selbst ein, sie optimieren Ausdrusch und Reinigung permanent. Dazu werden auch Daten anderer Mähdrescher in einer Region herangezogen. Auf dem Feld übernimmt der Fahrer nur noch Überwachungsaufgaben.

Claas: Mähdrescher mit Selbstlernprogramm

Was mit sogenannter maschinengestützter Intelligenz möglich ist, zeigt Claas mit dem selbst­einstellenden Dreschwerk „Cemos Auto Threshing“ für Schüttler- und Hybrid-Mähdrescher. Es regelt den Dreschkorbabstand und die Dreschtrommeldrehzahl von Tangentialdreschwerken vollautomatisch und passt sich dabei an die jeweiligen Druschbedingungen an. Die Vernetzung mit anderen Assistenzsystemen des Mähdreschers, insbesondere mit dem „Cruise Pilot“, der automatischen Regelung der Fahrgeschwindigkeit, optimiert sich die Maschine hinsichtlich Flächenleistung und Druschqualität selbst.

AGCO: Neue Konstruktion, neues Glück?

Mit dem „Ideal“ hat AGCO einen reinrassigen Rotormähdrescher für alle Marken des Konzerns, also auch Fendt und Massey Ferguson, komplett neu entwickelt. „IDEALharvest“ ist Basis für die vollautomatische Einstellung der Maschine. 52 akustische Masse-Sensoren ermitteln den Auslastungszustand des Dreschwerks und der Reinigung in Echtzeit. Die Sensoren sind entlang der Rotoren und des Siebkastens angebracht und erkennen den Erntegutfluss sowie entstehende Verluste. MADS-Sensoren kombiniert mit einer Kornqualitätskamera erlauben die Anzeige von Körnerverlust, Bruchkornanteil und Kornreinheit. Entsprechend der individuellen Erntestrategie stellt sich die Maschine selbstständig ein und reagiert damit in Echtzeit auf wechselnde Erntebedingungen.

New Holland: Mehr Leistung, mehr Komfort

„Aufgebohrt“ hat New Holland die große „CR“-Baureihe und die Mittelklassemähdrescher „CX5/CX6“. Wichtigste Neuerung an den CX5/6-Mähdreschern ist die große Kabine. Sie orientiert sich in Form und Abmessung an den Fahrerhäusern der großen Baureihen. Zusätzlich bieten die belgischen Drescher-­Spezialisten den „Opti-Speed“-­Strohschüttler aus den CX7- und CX8-Mähdreschern in der Mittelklasse-Baureihe an. „Opti-­Speed“ erhöht oder reduziert die Schüttlerfrequenz automatisch je nach Hangneigung oder Gefälle um bis zu 10 %. (Wob)

Den vollständigen Bericht mit vielen weiteren technischen Details lesen Sie in Wochenblatt Ausgabe 45/17.

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