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Ilse Aigner zum Umwelt-Dinosaurier gekürt

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Foto: Laurence Chaperon / Bundesregierung

Eine zweifelhafte Ehre für Ilse Aigner. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat der Bundeslandwirtschaftsministerin in diesem Jahr den Titel "Dinosaurier des Jahres" verliehen. Nach Angabes des NABU erhält Aigner den Negativpreis für "ihre rückwärtsgewandte Klientelpolitik, die den Prinzipien einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Politikgestaltung widerspricht".

NABU-Präsident Olaf Tschimpke kritisierte, dass jedes Jahr rund 57 Mrd. € in die Landwirtschaft fließen und damit immer noch Betriebe gefördert werden, die "durch großflächigen Maisanbau, Pestizideinsatz und Massentierhaltung der Umwelt schaden". Tschimpke forderte, die Steuergelder an konkrete Leistungen im Natur- und Umweltschutz zu knüpfen.

Der Verband warf Aigner zudem vor, sich nicht genug beim neuen Tierschutzgesetz und in der Fischereipolitik engagiert und die Neugestaltung eines umweltverträglichen Jagdrechts blockiert zu haben.

"Blinde Nuss"-Auszeichnung für den NABU

Der Titel des "Umwelt-Dinosauriers" wurde vom NABU bereits 17 Mal verliehen, darunter auch einmal an Gerhard Sonnleitner, ehemaliger Bauernpräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Ilse Aigner ist bislang die erste Frau, die diesen Negativtitel erhalten hat.

Über ihren Sprecher ließ die Bundesministerin mitteilen, dass der NABU auf billige PR-Gags setze und die Augen vor der Wirklichkeit verschließt. Daher wird der Naturschutzbund Deutschland mit dem Titel der "blinden Nuss des Jahres" vom Ministerium gekürt.