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Hasenpest: Neue Fälle im Kreis Warendorf

Kerngesund ist dieser Hase – aber die "Hasenpest" zieht weitere Kreise. Foto: Bütfering

In den vergangenen Monaten sind immer wieder einzelne Fälle von Hasenpest nachgewiesen worden. Nach den Kreisen Lippe, Soest und Coesfeld wurde der Erreger kürzlich im Kreis Warendorf bei zwei verendet aufgefundenen Hasen festgestellt, teilte die Kreisverwaltung mit.

Der Kreisveterinär Dr. Andreas Witte erklärte auf Nachfrage des Wochenblattes, dass die Tiere aus Ahlen und Ennigerloh stammten. Im Kreis Warendorf sind es die Fälle vier und fünf in diesem Jahr.

Der Erreger der Erkrankung (francisella tularensis) wurde bisher bei weit über 100 Tierarten gefunden. Er ruft eine Infektionskrankheit hervor, die mit Lymphknotenschwellung und bei Nagetieren auch mit Blutvergiftung einhergeht. Bei Hasen und Kaninchen verläuft die Tularämie in der Regel innerhalb weniger Tage tödlich.

Auch der Mensch kann in seltenen Fällen an der Hasenpest erkranken. Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Die Erkrankung verläuft beim Menschen mit grippeähnlichen Symptomen und in der Regel relativ harmlos.

Personen, die Kontakt zu Wildtieren haben, wie Landwirte und Jäger, sind zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit verendeten Hasen aufgerufen:

  • Erlegte oder verendete Hasen sollten mit Handschuhen getragen werden.
  • Beim Abbalgen sind Einweghandschuhe und ein Mundschutz empfehlenswert.
  • Man sollte trotz Handschuhen darauf achten, dass man sich nicht verletzt.
  • Auf Treibjagden sind Hasen und Kaninchen separat vom übrigen Wild zu transportieren.
  • Wild das kränklich erscheint, gehört nicht auf die Jagdstrecke.
  • Spaziergänger sollten sich von Hasen und Kaninchen fernhalten. Auch bei Hunden sollte der Kontakt unterbunden werden.
  • Wildbret ist gründlich durchzuerhitzen.

Text: Bettina Pröbsting