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Grundsteuerreform: Schindler gegen Bewertung nach Substanzwerten

Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Schindler hat vor zusätzlichen Belastungen der Land- und Forstwirtschaft durch die Grundsteuerreform gewarnt.

Bei der Reform der Grundsteuer „müssen wir aufpassen, dass es zu keinen Verschiebungen zu Lasten der Land- und Forstwirtschaft kommt. Deshalb lehne ich eine Bewertung nach Substanzwerten ab, wie es vor allem norddeutsche Bundesländer vorgeschlagen haben“, erklärte Schindler im Interview mit der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk), die sich in ihrer April-Ausgabe mit dem Thema „Steuern und Finanzen“ auseinandersetzt.

Das süddeutsche Äquivalenzmodell passe da schon besser zur Landwirtschaft, meinte Schindler. Gut wäre noch, wenn darin statt Festwerten die Ertragsmesszahlen zur Bewertung landwirtschaftlicher Flächen herangezogen würden. Zu beachten sei auch, dass falls die derzeitige Einheitsbewertung abgeschafft werde, Ersatzlösungen für alle sich darauf beziehende Regelungen gefunden werden müssten. Schindler stellte fest, dass der DBV auf die Reformdiskussion weiterhin kritisch und konstruktiv Einfluss nehmen werde. Er betonte außerdem, der Bauernverband habe bewirken können, dass die Steuererklärungspflicht für Saisonarbeitskräfte rückwirkend wieder abgeschafft und so unnötiger Aufwand bei der Erstellung der Steuererklärung für den landwirtschaftlichen Betrieb vermieden worden sei.

Erfreulich sei auch, dass es bei den steuerlichen Reinvestitionsmöglichkeiten nach § 6b des Einkommensteuergesetzes, die der Bundesrat besonders für Land- und Forstwirte nachteilig habe einschränken wollen, aufgrund der Intervention im Bundestags-Finanzausschuss bis auf Weiteres zu keinen Einschränkungen komme. AgE