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Getreidevermarktung derzeit impulslos

Vor der letzten NRW-Landtagswahl hatte es heftige Attacken gegen die Windkraft gegeben. Doch inzwischen sind viele Kritiker verstummt. Auf dem 1. Branchentag Windenergie, der Mitte vergange­ner Woche in Duis­burg stattfand, waren sich alle Vertreter der Politik und Wirtschaft einig: Das Land NRW wird seine Ziele zur Reduzierung der schädlichen Treibhausgase (bis 2020 –20 % gegenüber 1990) nur schaffen, wenn Landesregierung und Gemeinden bei der Windkraft den Fuß von der Bremse nehmen.

Die Präsidenten von DVT, Helmut Wulf, und BVA, Bruno Fehse (v.l.), auf der Jahrespressekonferenz in Berlin. Foto: Pögel

Die derzeitige Lage der Getreidevermarktung bezeichnet Bruno Fehse, Präsident des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA) als „impulslos“. Bei der Jahrespressekonferenz des BVA und des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) am Dienstag vergangener Woche gab der Präsident einen Einblick in die wirtschaftlichen Perspektiven für 2010.

Seiner Einschätzung nach liegen noch 35 % der Weizenernte 2009 bei den Landwirten auf Lager. Die Nachfrage fehlt besonders bei Brotweizen, dessen Preis zur Zeit bei 124 €/t liegt, sodass Händler davon ausgehen, den Weizen länger als ein Jahr lang zu lagern. Fehse erwartet für dieses Jahr in Deutschland eine Weizenernte von rund 25 Mio. t, vergleichbar mit dem Vorjahr.

Einen Umsatzrückgang von 25 % musste die deutsche Futtermittelwirtschaft im vergangenen Jahr hinnehmen, wie DVT-Präsident Helmut Wulf sagte. Nach Schätzungen beträgt der Branchenumsatz etwa 5,6 Mio. €. Der Rückgang ist vor allem preis-, aber auch mengenbedingt. Insgesamt sank die Mischfutterproduktion in Deutschland um 5 % auf 21 Mio. t. Wibke Pögel

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