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Erneuter Fall von Hasenpest

So gesund wie dieser Hase sind leider nicht alle. Foto: gabriele Planthaber/pixelio.de

Der Kadaver wurde von den Mitarbeiteren des zuständigem Fachgebietes Veterinär- angelegenheiten, Lebensmittelüberwachung abgeholt und in das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt OWL gebracht. Dort wurde die meldepflichtige Tierseuche Tularämie („Hasenpest“) festgestellt.

Unspezifische Symptome
Tularämie ist eine pestähnliche, meist mit Lymphknotenschwellung einhergehende Infektionskrankheit. Neben Hasen und Wildkaninchen sind Meerschweinchen, Hauskaninchen und Mäuse hochempfänglich für die Seuche. Andere Haustierarten gelten als mittel bis gering empfänglich. Die Symptome sind sehr unspezifisch. Die Tiere verlieren ihre natürliche Scheu, magern ab, sind benommen oder haben hohes Fieber. Innerhalb weniger Tage führt die Krankheit zum Tod.

Dieser Fall ist im Kreis Lippe der erste nachgewiesene in diesem Jahr. 2013 gab es in Barntrup sowie im Extertal jeweils einen Fall. Im Kreis Soest wurden 2014 fünf Fälle bekannt.

Ansteckung durch direkten Kontakt

Das Wichtige: Hasenpest ist auf den Menschen übertragbar. Das klinische Bild ist vielfältig. Fieber, Schweißausbruch, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und Lymphknotenschwellung gehören zu den Allgemeinsymptomen.

Die Übertragung der Tularämie erfolgt vorwiegend durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Organen. Jägern ist daher besondere Vorsicht geboten, insbesondere im Umgang mit tot aufgefundenen oder auffälligen Tieren. Doch auch unauffällige Hasen können infektiös sein. Jägern empfiehlt Dr. Ulrich Kros, Amtstierarzt des Kreises Lippe, Hasen mit Einmalhandschuhen anzufassen.

Wild, das kränklich war, gehört nicht auf die Jagdstrecke. Beim Abbalgen ist darauf zu achten, dass man sich trotz Schutzhandschuhen nicht verletzt. Außerdem rät der Amtstierarzt zum Tragen eines Mundschutzes. Beim Zubereiten ist das Wildbret gut durchzuerhitzen. Prö

Auffällige Tiere sollten zur Untersuchung in einem Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt abgegeben werden. In Nordrhein-Westfalen kommen die vier untenstehenden Einrichtungen in Frage. Zuvor sind die Anlieferadresse und die Annahmezeiten telefonisch zu erfragen.

  • Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg
    Zur Taubeneiche 10-12
    59821 Arnsberg
    Telefon: 02931/809-0
    Telefax: 02931/809-290

  • Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe
    Albrecht-Thaer-Straße 19
    48147 Münster
    Telefon: 0251/9821-0 (Zentrale)
    Telefax: 0251/9821-250

  • CVUA-Ostwestfalen-Lippe
    Westerfeldstr. 1
    32758 Detmold
    Telefon: 05231/911 9
    Telefax: 05231/911 503

  • CVUA Rhein-Ruhr-Wupper
    Deutscher Ring 100
    47798 Krefeld
    Telefon: 02151/849-0
    Telefax: 02151/849-4042