Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Situationsbericht 2017/18 des Bauernverbandes

Einkommen aus Landwirtschaft: Eine gemischte Bilanz

Der Deutsche Bauernverband hat seinen "Situtationsbericht" für das Wirtschaftsjahr 2017/18 vorgelegt. Demnach gab es für Haupterwerbsbetriebe solide Einkommen, aber nur im Durchschnitt. Einzelne Betriebszweige mussten erhebliche Stagnation hinnehmen.

Die Landwirtschaft in Deutschland erzielte 2017/18 solide Einnahmen - im statistischen Gesamtdurchschnitt.

Wie aus dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervorgeht, haben sich die Unternehmensergebnisse der Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2017/18 im Durchschnitt um knapp ein Fünftel auf 65.194 € je Hof verbessert. Die Milchviehbetriebe steigerten ihr Vorjahresergebnis demnach sogar um gut zwei Drittel und kamen im Mittel auf 90.552 €.

Für die Ackerbaubetriebe weist der DBV-Situationsbericht hingegen eine wirtschaftliche Stagnation aus. Die Unternehmensergebnisse lagen hier mit 45.795 € um rund 2 % niedriger als 2016/17. In der Schweinehaltung waren die Ergebnisse vor allem wegen rückläufiger Erzeugerpreise deutlich niedriger und erreichten im Schnitt nur 56.617 € und damit 35 % weniger als im vorangegangenen Wirtschaftsjahr.

Dürre schlägt erst jetzt zu Buche

Bauernpräsident Joachim Rukwied zeigte sich erfreut, dass sich die Frostschäden des Jahres 2017 nicht so stark wie mitunter befürchtet in den Unternehmensergebnissen niedergeschlagen haben. Er blickt aber mit Sorge auf das laufende Wirtschaftsjahr, „wenn die gestiegenen Kosten und vor allem die Dürre zu Buche schlagen“. Für 2018/19 rechnet der Bauernverband daher mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage „in nahezu allen Betriebsformen“.

Nach Angaben des DBV haben die deutschen Landwirte inzwischen etwa 8000 Anträge auf Dürrehilfen gestellt, davon allein mehr als 4000 in Niedersachsen. Dass trotz der hohen Hürden so viele Anträge gestellt worden sind, zeigt nach Rukwieds Überzeugung, dass die kurzfristige Hilfe nötig ist. Solche Hilfen sind für ihn aber keine Dauerlösung. Der Bauernpräsident pochte daher erneut auf eine Stärkung des Risikomanagements der landwirtschaftlichen Betriebe.