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Drohnen jagen Borkenkäfer

ThüringenForst testet derzeit Drohnen, um den Befall von Borkenkäfern in Fichtenbeständen anzuzeigen. Foto: ThüringenForst

12.06.2017 . Bei der Früherkennung eines Buchdruckerbefalls an heimischen Fichten setzt ThüringenForst auf den Einsatz von Drohnen.

Die Fluggeräte sind mit einer "Multispektralkamera" ausgerüstet und erstellen Luftbilder von Waldbeständen. Anhand der Bilder ist erkennbar, welche Bäume von dem gefährlichen Forstschädling befallen wurden. Bewährt sich dieses Verfahren, dann könnten künftig flächige Befliegungen schneller und exakter den Stehendbefall aufdecken. Bislang kontrollieren Förster mühsam Baum für Baum vom Boden aus. 

Gefährlichster Fichtenschädling        Speziell in den warmen Monaten müssen Förster und Waldbesitzer Kontrollgänge in Fichtenbeständen durchführen, um die Verbreitung des Käfers zu überprüfen. Durch den Fraß der Larven des nur 4-5 mm großen Käfers werden die Lebensadern des Baumes zerstört. Massenbefall führt zum zügigen Absterben. Je nach Witterung kann sich der flugfreudige Käfer explosionsartig vermehren. Aus einem Brutpaar können sich in einem Jahr rund 100.000 Nachkommen bilden.

Multispektralaufnahmen sollen den Befall entlarven

ThüringenForst nutzt Kameras, die im Kronenbereich von Fichten Aufnahmen im multispektralen Bereich machen. Durch Buchdruckerbefall geschädigte Fichten reflektieren veränderte Wellenlängen im Vergleich zu gesunden Bäumen. Luftbilder zeigen anschließend die exakte Lage der geschädigten Fichten auf.

Untersuchungen laufen in Thüringen und Sachsen

Die ersten Testbefliegungen finden im Thüringer Forstamt Bad Berta statt. Dazu gehören typische "Risikowälder" sowie Schadflächen mit Bruch- und Wurfholz. Die Untersuchungen laufen in vergleichbaren Waldgebieten in Thüringen und Sachsen.

Führend in der Fernerkundung

ThüringenForst ist nach eigenen Angaben in der forstlichen Fernerkundung mittels Drohne, Flugzeug oder Satellit ein führendes Forschungsinstitut. ThüringenForst/ks

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