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Die Forstwirtschaft wird digital

Bäume lassen sich noch nicht mit dem Roboter fällen und per Drohne aus dem Bestand rücken. Dennoch gibt es bereits viele digitale Helfer für die Arbeitsabläufe in einem Forstbetrieb.

Holz mithilfe von Fotos "digital" zu vermessen ist in der Praxis bewährt. Foto: Schlotmann

"IT-Lösungen für die Forstwirtschaft" waren ein Schwerpunkt der 4. Thementage des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) im brandenburgischen Paaren im Glien. Dort wurden viele digitale Helfer für die täglichen Arbeitsabläufe im Forstbetrieb vorgestellt.

Käfer und andere Insekten verursachen immer wieder Waldschäden. Darum wäre es doch gut zu wissen, wann sich eine Massenvermehrung von Buchdrucker, Kupferstecher und Co. andeutet. Mithilfe der „Ionenmobilitätssprektroskopie“– kurzgesagt einer digitalen Nase – messen Forscher, wann es im Wald nach Käfer riecht. Ein tragbares Gerät, genannt „Smellmaster“ misst in der Luft anhand von Stichproben die veränderte Duftstoffintensität. Bislang ist das 2016 initiierte Verfahren noch in der Entwicklung.

App für die Schnellinventur

Viele Forstbetriebe nutzen bereits das Smartphone um das Volumen eines Holzpolters zu bestimmen. Ähnlich lässt sich auch der Holzvorrat in einem stehenden Bestand messen. Mit der Anwendung "Moti" kann jeder Waldbesitzer eine „Schnellinventur“ vornehmen und so den Bestockungsgrad, den Vorrat/ha oder die Stammzahl/ha ermitteln. Die Grundfläche ist ein wichtiger Indikator dafür, wann eine Durchforstung nötig aber auch lohnend ist.

Untersuchung per Drohne

Die Vitalität und Baumgesundheit lässt sich häufig nur mit sehr hohem Aufwand vom Boden aus bestimmen. Einfacher ist deshalb der Blick von oben mit der Drohne. Um zu schauen ob die Bäume gesund sind eignet sich der sogenannte Vegetationsindex. Bei dem Verfahren überfliegt eine Drohne in rund 90 m Höhe einen Waldbestand, die angebaute Kamera lichtet die Bäume im Nah-Infrarot-Bereich ab. Abhängig vom Chlorophyllgehalt reflektieren die Blätter das Licht unterschiedlich stark – Je mehr Chlorophyll, desto gesünder ist der Baum. Kevin Schlotmann

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 40/2017 des Wochenblattes für Landwirtschaft und Landleben.

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