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Ökolandbau

„Bio“ muss regionaler werden

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken hat anlässlich der "Biofach"-Eröffnung die Biobranche dazu aufgefordert, die hohen Importquoten bei typisch einheimischen Produkten zurückzufahren.

Gerade die Ökomilchbranche bietet Chancen für eine Regionalisierung, so Krüsken.

Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, hat die Biobranche aufgefordert, dem Wunsch der Verbraucher nach regionalen Lebens­mitteln Rechnung zu tragen und die hohen Importanteile bei typisch einheimischen Produkten wie Getreide, Fleisch und Milch zurückzufahren. Wie er anlässlich der Eröffnung der Fachmesse Biofach in Nürnberg erklärte, könnte dadurch umstellungsinteressierten Landwirten eine nachhaltig sichere Perspektive im Ökolandbau geboten werden. Die Absatzaussichten für Bioroh­ware sind laut Krüsken derzeit vor allem im Ackerbau gut. Die pflanzliche Erzeugung stelle im Ökolandbau rund die Hälfte der Erlöse. Davon entfielen nach Angaben der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) allein 26 % auf Obst, Gemüse und Kartoffeln.

Potenziale bei Ökomilchproduktion

Potenzial für eine Regionalisierung bieten nach Ansicht des DBV-General­sekretärs auch die etwa 30 % der deutschen Ökomilch­nachfrage, die derzeit durch Einfuhren aus Österreich und Dänemark gedeckt werden. Aufgrund des starken Importdrucks hätten die deutschen Ökomolkereien bereits im vergangenen Jahr kaum noch neue Lieferanten aufgenommen. Wie Krüsken rückblickend erklärte, wuchs seit 2014 vor allem die Zahl der Biomilcherzeuger in der Bundesrepublik, und zwar in den vergangenen zwei Jahren angesichts guter Erzeugerpreise jeweils um fast 10 %. In der Folge sei die Ökomilchproduktion bis heute um rund 30 % gestiegen, sodass der deutsche Markt nun vorläufig als gesättigt gelte.