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Bewegung im Milchmarkt

Das DMK erwartet in den kommenden Monaten steigende Milchpreise. Derweil haben FrieslandCampina und Arla ihre Vergütung schon erhöht. Und auch International kommt Bewegung in die Preise.

Einige Molkereien sehen gute Chancen, dass Landwirte schon kurzfristig wieder mehr Geld für ihre Milch bekommen. Foto: Kopf

Das Deutsche Milchkontor (DMK) erwartet für die kommenden Monate steigende Milchpreise.

Das Molkereiunternehmen kündigte heute an, die aktuell anziehenden Märkte für Milchprodukte zu nutzen, um mit dem Handel Preisverbesserungen zu erzielen. „Als genossenschaftliches Unternehmen wird die DMK die dadurch erzielten Mehreinnahmen in Form höherer Milchauszahlungspreise direkt und in vollem Umfang an ihre Milcherzeuger weitergeben“, heißt es in einer Presseverlautbarung.

Bei einer Demonstration der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) vor dem niedersächsischen DMK-Werk Edewecht kritisierte der stellvertretende AbL-Vorsitzende Ottmar Ilchmann die Milchpreise des DMK, die in Deutschland und im europäischen Vergleich „Schlusslicht“ seien.

Höhere Auszhlungspreise in Deutschland

Der genossenschaftlich organisierte Molkereikonzern FrieslandCampina hat derweil seinen monatlichen Garantiepreis für Rohmilch erstmals seit Dezember vergangenen Jahres wieder heraufgesetzt und zwar um 1,25 Euro/ 100kg. Dieser beläuft sich im September 2016 auf 26,25 Euro/100 kg Milch.
Der Milchpreis, den die Genossenschaftsmitglieder erhalten, setzt sich aus dem Garantiepreis sowie saisonalen und leistungsabhängigen Zu- und Abschlägen zusammen.

Auch die Moklereigenossenschaft Arla hat bereits ihre Milchpreise um 1,3 Cent je Kilogramm angehoben.

Mehr Milchgeld in Neuseeland

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat überraschend seine Milchpreisprognose für die noch bis zum 31. Mai 2017 laufende Liefersaison angehoben. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, sollen die Erzeuger für das Kilogramm Milchfeststoff einen Basispreis von 4,75 NZ$ (3,08 Euro) erhalten; Anfang August waren noch 4,25 NZ$ (2,75 Euro) kommuniziert worden.

Mit der Anhebung um 0,50 NZ $ (0,32 Euro) und der in Aussicht gestellten Vergütung von Genossenschaftsanteilen würde ein Fonterra-Erzeuger den Rohstoff in der aktuellen Saison mit rund 5,30 NZ$ (3,43 Euro) vergütet bekommen und damit pro Kilogramm Feststoffeinheit 23 % mehr erhalten als 2015/16. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre erlösten die Milchbauern der Genossenschaft allerdings 6,16 NZ$ (3,99 Euro).

Anziehender Handel an der Börse

An der Leipziger European Energy Exchange (EEX) hat der Handel mit Futures auf Milcherzeugnisse gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Wie die AG heute bekannt gab, wurde am vergangenen Freitag die Grenze von 50.000 t gehandeltem Warenäquivalent seit Anfang 2016 überschritten. Insgesamt hätten bis zum genannten Stichtag 10.026 Futures über zusammen 50.130 t den Besitzer gewechselt; das seien 70 % mehr als im Gesamtjahr 2015.

Der Großteil des diesjährigen Umsatzes mit EEX-Milcherzeugnissen, nämlich 58 % wurde durch den Handel mit Magermilchpulverkontrakten erzielt. Dahinter folgte das Segment Butter. Hier wechselten 4164 Futures über 20.820 t den Besitzer, was einem Anteil von knapp 42 % entsprach. AgE

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