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Landwirtegruppe ruft zur Kundgebung in die frühere Bundeshauptstadt auf

Bauernkundgebung am 22. Oktober in Bonn

Mit dem Slogan „Land schafft Verbindung - wir rufen zu Tisch“ fordert eine Gruppe von Landwirten ihre Berufskollegen vor allem im Internet auf, zu einer Kundgebung am 22. Oktober nach Bonn zu kommen. Erwartet werden Tausende Landwirte und Angehörige.

Das Logo, mit dem die Organisatoren für die Veranstaltung am 22. Oktober werben.

Bundesweit organisieren sich derzeit Landwirte, weil sie sich von der „derzeitigen Umwelt- und Landwirtschaftspolitik, die Wirtschaftskraft und den sozialen Frieden im ländlichen Raum in Deutschland gefährdet sehen“. Vorbild für diese Bewegung waren offensichtlich die protestierenden Landwirte in den Niederlanden. Sie blockierten in der vergangenen Woche, am 1. Oktober, mit ihren Traktoren viele Straßen und sorgten für ein Verkehrschaos in der Großstadt Den Haag.

Facebook-Gruppe gab den Anstoß

Noch am selben Tag gründet sich eine Facebook-Gruppe „Land schafft Verbindung“, in der sich innerhalb weniger Tage mehr als 12.000 Landwirte aus ganz Deutschland zusammengefunden haben sollen. Die Gruppe plant eine Zentralveranstaltung am 22. Oktober um 11:00 Uhr auf dem Münsterplatz in der Bonner Innenstadt.

Auch an anderen Orten Deutschlands sind Kundgebungen geplant. Auch hier würden sich Bauern mit ihren Landmaschinen auf den Weg in die großen Städte machen, um für Ihre Anliegen einzustehen, heißt es von den Organisatoren.

In einer Pressemitteilung richten die Landwirte diese Forderungen an die Bundesministerinnen für Umwelt und Landwirtschaft, Svenja Schulze und Julia Klöckner:

1. Das Agrarpaket gefährdet bäuerlichen Familienbetriebe. Wir wollen sie erhalten.

2. Die Verschärfung der Düngeverordnung führt zu Unterdüngung. In den sogenannten roten Gebieten schadet das dem Boden und dem Wasser mehr, als es nützt.

3. Buhmann der Politik und vieler NGOs: Die permanente negative Stimmungsmache, das Bauernbashing, führt zu Ärger und Frustration im Berufsstand. Diskriminierung, Benachteiligung und Mobbing von Angehörigen gehören zur Tagesordnung. Das gefährdet die Zukunft der Betriebe und des ländlichen Raums. Unter solchen gesellschaftlichen Umständen und ständig an den Pranger gestellt, oft weder fach- noch sachgerecht, verliert der Beruf des Landwirts seine Attraktivität.

4. Das Mercosur-Handelsabkommen gefährdet durch Billigpreise importierter Waren, die Versorgung mit sicheren, qualitativ hochwertigen und geprüften Lebensmitteln aus der Region.

Weiter heißt es: Wir rufen zu Tisch – miteinander reden statt übereinander: Wir fordern Verhandlungsgespräche zwischen Landwirten, den beiden Bundesministerinnen für Landwirtschaft und Umwelt, Julia Klöckner und Svenja Schulze, sowie den führenden und verantwortlichen NGOs.