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Fall in Belgien

ASP rückt näher

Bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Belgien - etwa 60 km von der deutschen Grenze entfernt - wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt. Einen ASP-Fall in Deutschland gibt es nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums bislang noch nicht.

Die Afrikanische Schweinepest rückt Deutschland gefährlich nahe. NRW ist nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser "gut gerüstet".

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat gestern Abend (13.09.) informiert, dass bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Belgien, im Dreiländereck Frankreich, Luxemburg, Belgien etwa 60 Kilometer von der deutschen und rund 120 Kilometer von der Nordrhein-Westfälischen Grenze entfernt, Afrikanische Schweinepest festgestellt wurde.

Heinen-Esser: NRW gut gerüstet

Dazu erklärt NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU): "Die Afrikanische Schweinepest ist nun auch im Westen Europas angekommen. Wir sind in Nordrhein-Westfalen gut gerüstet." Heinen-Esser hat eine Sonder-Arbeitsgruppe einberufen, um die aktuelle ASP-Lage zu bewerten und das weitere Vorgehen zu beraten.

Klöckner: Prävention an erster Stelle

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hob hervor, dass sie die neue Situation sehr ernst nehme. Die Afrikanische Schweinepest stellte seit längerem auch für Deutschland eine Bedrohung dar, und die Vorbereitungen für den Krisenfall liefen. Auch die rechtlichen Instrumente lägen vor, um die ASP zu bekämpfen. Die Ministerin wies darauf hin, dass sie bereits im Juni ein Gesetz auf den Weg gebracht habe, mit dem die bestehenden Maßnahmen ergänzt würden und ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen noch effektiver bekämpft werden könne. Das Gesetzesvorhaben stehe kurz vor dem Abschluss.

Für Klöckner steht jedoch die Prävention an erster Stelle. Hier sei insbesondere Aufklärung gefragt, denn es seien vor allem Menschen, die einer Seuchenverbreitung Vorschub leisten, indem sie zum Beispiel Speisereste mit ASP-kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen unachtsam entsorgten, was eine Infektionsquelle für Wildschweine darstelle. Deshalb habe ihr Ressort dazu eine mehrsprachige Aufklärungskampagne gestartet und informiere sowohl online als auch mit Flyern und Plakaten an Tank- und Rastplätzen.

Sicherheitsmaßnahmen einhalten

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weist erneut auf die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in den Schweine haltenden Betrieben hin und insoweit auf die Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung. Zudem werden die Jagdausübungsberechtigten aufgefordert, verendet aufgefundene Wildschweine den jeweils zuständigen Behörde anzuzeigen, um eine entsprechende Untersuchung sicherzustellen.

Die ASP ist eine durch einen Virus hervorgerufene Erkrankung der Haus- und Wildschweine, die bei Schweinen zumeist tödlich verläuft. Für Menschen ist das ASP-Virus ungefährlich.

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