Geflügelpest

Mastgänse im Kreis Dithmarschen betroffen

Auf einem Betrieb mit rund 700 Mastgänsen im Kreis Dithmarschen wurde die Geflügelpest festgestellt. In den Niederlanden sind 36 000 Biohennen betroffen.

Die Tiere wurden gekeult. Seit gestern gilt in den Niederlanden eine landesweite Aufstallpflicht für Nutzgeflügel.

Auch die Gänse in Schleswig-Holstein sind inzwischen tierschutzgerecht getötet worden. Um den Ausbruchsbetrieb wurde eine Sperrzone und Überwachungszone eingerichtet. Nach mehrmonatiger Pause ohne Geflügelpest wurden in den vergangenen Wochen nunmehr 18 Nachweise der Geflügelpest bei Wildvögeln im Kreis Nordfriesland bestätigt. Bei den Untersuchungen wurde in allen Proben der Geflügelpesterreger des Subtyps H5N1 nachgewiesen.

Geflügelpest weiterhin herausfordernd

„Es ist leider davon auszugehen, dass die Geflügelpest auch in diesem Winterhalbjahr Schleswig-Holstein in erheblichem Maß beeinträchtigen wird. Umso wichtiger ist, dass in den Geflügelhaltungen die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, um weitere Ausbrüche in Betrieben so weit wie möglich zu minimieren. Als Land werden wir weiterhin ein intensives Monitoring betreiben, damit künftige Fälle so früh wie möglich erfasst werden“, sagte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht.

In der vergangenen Woche wurde das hochpathogene Geflügelpestvirus H5N1 ebenfalls bei einem Storch im Tierpark Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern sowie bei einer Lachmöve im Landkreis Aurich nachgewiesen. In Schweden war eine Kanadagans betroffen, Norditalien meldete die Geflügelpest bei einem Mastputenbestand mit 12 900 Tieren.

FLI: Risiko eines Eintrags ist hoch

Das Friedrich-Löffler-Institut stuft das Risiko einer Ausbreitung der hochpathogenen Aviären Influenza H5 bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel in Deutschland als hoch ein (wir berichteten). Es wird dringend empfohlen, Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen zu überprüfen und, wenn nötig, zu verbessern.

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