Agrarmärkte 2022

Geflügelmarkt in der Kostenzange

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch steigt. Doch stammt das Fleisch auch künftig aus Deutschland?

Corona-Pandemie, Aviäre Influenza, steigende Futterkosten und Preisrutsch bei dem konkurrierenden Schweinefleisch brachten den Geflügelfleischmarkt 2021 in eine angespannte Lage. Diese Faktoren dürften den Geflügelfleischmarkt auch 2022 negativ beeinflussen.

Im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) finden sich Hähnchenschenkel oder Putenbrustfilet immer wieder im Sonderangebotssegment. Ein Putenbrustfilet für 4,79 €/kg ist nur auf Kosten niedriger Erzeugerpreise darstellbar. Langsam setzt im LEH ein Umdenken in Richtung mehr Tierwohl und damit auch höherer Verbraucherpreise ein. Ob damit auch schon 2022 die Niedrigpreisangebote des LEH der Vergangenheit angehören, ist zu bezweifeln.

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