NRW: Rasanter Preisansteig bei landwirtschaftlicher Fläche

NRWs Landwirtschaftministerin Ursula Heinen-Esser ist besorgt über die Preisentwicklung am landwirtschaftlichen Bodenmarkt. In der Spitze verteuerte sich der Boden in den vergangenen 20 Jahren um 170 Prozent.

Besorgt über den kräftigen Anstieg der Preise für landwirtschaftliche Flächen in ihrem Bundesland hat sich Nordrhein-Westfalens LandwirtschaftsministerinUrsula Heinen-Esser geäußert. „Die Konkurrenzen auf dem Grundstücksmarkt treiben die Preise in teils extreme Höhen“, beklagte die Ressortchefin. In den zurückliegenden 20 Jahren hätten sich in Nordrhein-Westfalen die Preise für landwirtschaftliche Flächen fast verdoppelt. Während im Jahr 2001 ein Hektar noch für durchschnittlich 27.500 Euro veräußert worden sei, habe der Preis im vergangenen Jahr bereits im Mittel bei 54.000 Euro gelegen. Besonders kräftig fiel dabei die Preissteigerung laut Angaben der Ministerin im Regierungsbezirk Münster aus, nämlich von durchschnittlich rund 30.700 Euro/ha im Jahr 2001 auf zuletzt etwa 82.800 Euro/ha, was einer Verteuerung um rund 170 % entspreche.

Besoders viele Landverkäufe von 2007 bis 2011

Signifikant sei zudem die rückläufige Anzahl der Verkäufe landwirtschaftlicher Flächen, stellte Heinen-Esser weiter fest. Im Jahr 2001 sei landesweit in 2.942 Fällen ein Gesamtareal von 5.218,61 ha verkauft worden; im vergangenen Jahr seien es bei 2.192 Verkäufen insgesamt nur 3.040,82 ha gewesen. Die in der Anzahl und der Fläche verkaufsintensivsten Jahre lagen der Ministerin zufolge in den Jahren 2007 bis 2011. Trotz regionaler Abweichungen seien die Trends in allen Regierungsbezirken Nordrhein-Westfalens zu beobachten.

Flächenverbrauch reduzieren

Die Ressortchefin, die auch für Umweltfragen zuständig ist, mahnte eine Reduzierung des Flächenverbrauchs zum Schutz der Natur und im Interesse der Landwirtschaft an. Unbebaute, unbesiedelte und unzerschnittene Flächen seien wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Zudem sei der Boden für die Landwirtschaft der zentrale Produktionsfaktor.

Heinen-Esser verwies auf das erst kürzlich vorgestellte Maßnahmenpaket „zur intelligenten und effizienten Flächenentwicklung“. Bausteine seien unter anderem die Entwicklung eines Brachflächenkatasters oder eines Flächenzertifikathandels unter Kommunen. „Fläche ist endlich“, betonte die CDU-Politikerin. Unterschiedliche Ansprüche führten zu Nutzungskonflikten und ließen die Ressource Boden immer knapper werden. Das Maßnahmenpaket werde dazu beitragen, den Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen weiter zu senken, zeigte sich die Ministerin zuversichtlich.


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