Land schafft Verbindung - Deutschland

Andresen zu Stalleinbruch, Bundestagskandidatur und Protesten Plus

Das Wochenblatt hakt nach: Was sagt LsV-Deutschland-Sprecher Dirk Andresen zu den heimlich gedrehten Videos aus seinem Stall? Warum kandidiert er für den Bundestag? Und was plant LsV in den nächsten Wochen?

Herr Andresen, Tierrechtsaktivisten sind offenbar in einen Ihrer Sauenställe eingedrungen, haben Videos gedreht, diese der Organisation Ariwa überlassen, die das Material dem „Spiegel“ zugespielt hat, der dann über vermeintliche Tierwohl-Missstände berichtete. Dieses Vorgehen hat es schon bei mehreren Landwirten gegeben, die sich für ihren Berufsstand engagieren. Haben Sie damit gerechnet, dass es auch Sie trifft?

Zunächst: Wir prüfen gerade, ob alle Fotos und Videos tatsächlich von dem Betrieb aus Mecklenburg-Vorpommern stammen, an dem ich Anteile halte. Ausschließen kann ich es aktuell nicht. Das bedaure ich sehr. Die Aufnahmen sollen zwei Monate alt sein, gelangen aber ausgerechnet jetzt an die Öffentlichkeit, wo die politischen Diskussionen zur Landwirtschaft, an denen ich mich beteilige, wieder Fahrt aufnehmen. Das hat schon ein Geschmäckle.

"Einen Streiter für die Bauern zum Schweigen bringen"

Welches?

Dass aus politischen Gründen gezielt ein Streiter für die Rechte der Bauern zum Schweigen gebracht werden soll. Die Bilder könnten aus jedem anderen Betrieb mit Schweinehaltung in Deutschland stammen. Der Bericht hat somit mit seriösem Journalismus nichts zu tun. Ich fordere den „Spiegel“ aber auch alle anderen Medien stattdessen auf, mehr Raum für eine lösungsorientierte gesellschaftliche Debatte über das Tierwohl und die Zukunft der deutschen Bauern zu schaffen.

Wie geht der Fall jetzt weiter?

Wir haben umgehend das zuständige Veterinäramt informiert. Sie sollen nochmals prüfen, ob wir alle tierschutzrelevanten Vorgaben einhalten. Das ist mir ein großes Anliegen. Das weitere Prozedere läuft über meinen Anwalt, deshalb kann ich nicht mehr sagen.

Die Fotos bzw. Videos zeigen Sauen in Kastenständen sowie Ferkel. Zu erkennen sind z.T. Verletzungen und tote...


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