Wirtschaftshilfen - Regierungsbezirk Münster

1,6 Mrd. € Corona-Hilfen bewilligt

Landwirte in NRW warten auf die Corona-Hilfen. Trotz Antragsstau fließen die Gelder. So hat etwa die Bezirksregierung Münster rund 1,6 Mrd. € Wirtschaftshilfen bewilligt.

Der Antragsstau bei den vom Bund bereitgestellten Coronahilfen setzt viele Landwirte in Westfalen-Lippe und dem Rheinland - insbesondere Schweinehalter - unter Druck. Sie warten auf die dringend benötigten Gelder.

14 Mrd. € Corona-Hilfen für NRW

Das bedeutet aber nicht, dass keine Gelder fließen. Insgesamt wurden in NRW laut Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schon 14 Mrd. € Corona-Hilfen ausgezahlt. „Das Geld fließt also“, betont ein Sprecher der Bezirksregierung Münster.

Auf Anfrage des Wochenblattes teilt die Bezirksregierung Münster mit, dass dort in den Jahren 2020 und 2021 bereits rund 1,6 Mrd.€ Wirtschaftshilfen für Unternehmer, Betriebe und Selbstständige im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region bewilligt wurden. Mit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren habe die Bezirksregierung Münster Förderprogramme als Zusatzaufgabe übernommen, mit denen die Corona-Folgen abgeschwächt werden sollen.

Mehr als 17000 Antragsteller im Regierungsbezirk nahmen die beiden Programme "November- und Dezemberhilfe" aus dem Jahr 2020 in Anspruch. Die Quote der bewilligungsfähigen Anträge lag bei 94,4 % (November) und 92,3 % (Dezember). Bewilligt wurden in beiden Programmenein Finanzvolumen von knapp 341 Mio. €.

Mehr als 970 Mio. € für Überbrückungshilfe III

Das bislang größte Hilfsprogramm ist die „Überbrückungshilfe III“. Im Regierungsbezirk Münster wurden mehr als 970 Mio. € beantragt. Es konnten bereits mehr als 88 % (13200 Anträge) der rund 15500 Anträge abschließend bearbeitet und 620 Mio. € bewilligt werden, obwohl zahlreiche Anträge erst unmittelbar vor Ende der Antragsfrist (31. Oktober 2021) gestellt wurden, teilt die Behörde mit.

Anträge noch bis März 2022

Noch bis März 2022 sind Antragstellungen im Programm „Überbrückungshilfe III Plus“ möglich. Aus dem im Regierungsbezirk haben bislang 1300 Antragsteller ein Volumen von rund 51 Mio. € beantragt. Auch hier wurden bereits mehr als 60 % der Anträge abschließend bearbeitet.

Erst mit der Schlussrechnung wird klar, ob Coronahilfen ganz oder teilweise zurückzuzahlen sind. Das wäre der Fall, wenn sich herausstellt, dass die Umsatzeinbrüche oder die Fixkosten niedriger sind als im Antrag angegeben. Das Risiko ist gering, wenn man alles korrekt angibt und transparent nachweist. Coronahilfen sind nicht steuerfrei.

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