Jakobskreuzkraut – Jakobskrautbären

14. Juli 2020 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche.

Jakobskreuzkraut – Reduzierung durch den Jakobskrautbären: Jetzt sind vereinzelt Pflanzen von Jakobskreuzkraut zu finden, auf denen sich auffällig gelb-schwarz geringelte, bis 3 cm lange Raupen befinden. Sie stammen vom Jakobskrautbär, auch Blutbär- oder Kaminbärschmetterling genannt. Diese Art hat sich auf alkaloidreiche, giftige Pflanzen der Gattung Senecio spezialisiert, die beim Verzehr für die meisten Nutztiere schädlich sind. Die Raupen fressen erst die Blätter und später die dünnen Triebe auf. In Folge sterben diese Pflanzen ab. Der Schmetterling beginnt etwa Ende Mai mit der Eiablage. An der Unterseite der Blätter sind dann Eigelege mit bis zu 20 bis 40 Eiern. Die schlüpfenden Larven sind am Anfang erst dunkel und bekommen später die typische Ringelfärbung. Sie überwintern als Puppen auf dem Boden und schlüpfen im Mai und Juni des folgenden Jahres.

Leider ist das Vorkommen dieser Art (Fressfeind) so gering, dass sie nicht ausreicht, der Ausbreitung von Jakobskreuzkraut entgegen zu wirken. Hier gilt weiter der Grundsatz: Wehret den Anfängen und lasst die Pflanze nicht zum Aussamen kommen.

Die auffällige gelb-schwarze Färbung der Larve zeigt potenziellen Fressfeinden die Ungenießbarkeit der Raupen an. (Bildquelle: Dissemond)

Schmetterling Der Schmetterling des Jakobskrautbärs wird bis zu 4 cm groß. (Bildquelle: Winkelheide)


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