Gülle kann viel mehr als stinken

Warum Gülle als Nährstofflieferant so wichtig ist

Landwirte verteilen Gülle nicht auf dem Acker, um sie dort zu „entsorgen“, sondern um die darin ­enthaltenen Nährstoffe für einen nachhaltigen Pflanzenbau zu nutzen und um Mineraldünger einzusparen.

Gülle hat zwei unschlagbare Vorteile: Sie enthält viele verschiedene lebenswich­tige Nährstoffe für die Pflanzen und liefert gleichzeitig organische Substanz für ein reges Bodenleben und eine gute Bodenfruchtbarkeit.

Unseren Schwerpunkt zum Thema "Gülle: Umweltfreundlicher Dünger mit Konfliktpotential" finden Sie hier.

Bodenanalyse als Startpunkt

Manche Artikel der nichtlandwirtschaftlichen Presse erwecken den Eindruck, dass erst die Düngeverordnung von 2020 (DüV) die Pflanzenernährung in Deutschland geregelt hat. Das stimmt so nicht, da es entsprechende Vorschriften seit Jahrzehnten gibt.

Viel wichtiger ist aber, dass Landwirte in ihrer intensiven beruflichen Ausbildung lernen, Pflanzen mit genau den Nährstoffen zu versorgen, die notwendig sind, um den Ertrag zu erzielen, der unter normalen Umständen auf dem jeweiligen Standort möglich ist.

Um den Nährstoffbedarf richtig einschätzen zu können, lassen sie Bodenproben untersuchen. Die Analysen zeigen, welche Vorräte an Stickstoff, Phosphor, Kali oder Schwefel noch vorhanden sind. Das Können des Landwirts besteht nun darin, dass er nur die Differenz aus Nährstoffvorrat und aktuellem Nährstoffbedarf als Dünger ergänzt. Das entlastet die Umwelt und das Konto des Landwirts.

Erst Gülle untersuchen

Besonders sinnvoll ist es, wenn Landwirte Düngerformen nutzen, die wegen einer Viehhaltung sowieso im Betrieb anfallen und nicht teuer zugekauft werden müssen: Mist und Gülle.

Im Gegensatz zum Mineraldünger sind die Nährstoffgehalte der Gülle allerdings nicht so klar definiert und auch nicht so einheitlich. Es gibt in den Anhängen zur DüV zwar Standardwerte, aber die in der Praxis ermittelten Nährstoffgehalte schwanken doch recht stark. Selbst innerhalb einer...



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