Mindestbodenbedeckung

GLÖZ 6: Das gilt jetzt

Die verpflichtende Mindestbodenbedeckung sorgt in der Praxis für Diskussionen und Verunsicherung. Jetzt gibt es mehr Klarheit, was gilt.

Mindestbodenbedeckung –oder auch GLÖZ 6: Eine Regel mit acht Möglich­keiten, zwei Ausnahmen und drei Bezugs-Zeiträumen. Klingt kompliziert? Ist es auch. Besonders für Betriebe mit Flächen in roten ­Gebieten. Aber der Reihe nach:

Wann? Wo? Wie?

Ab diesem Jahr müssen Betriebe, die einen Agrarantrag gestellt haben, auf 80 % der betrieblichen Ackerfläche eine Mindestbodenbedeckung in den sogenannten „sensiblen Zeiten“ gewährleisten. Grundsätzlich ist die Zeit vom 15. November bis zum 15. Januar als sensibler Zeitraum festgelegt, aber es sind auch Abweichungen möglich – sofern man die Voraussetzungen erfüllt. Gleichzeitig bedeutet diese Vorgabe, dass maximal 20 % der Ackerfläche während des Schutzzeitraums gepflügt als Schwarzbrache vorliegen darf.

Die Vorgabe gilt für alle Betriebe mit Ackerland. Eine betriebliche Ausnahme, ähnlich wie beim Fruchtwechsel (GLÖZ 7) oder der 4%-Brache (GLÖZ 8) gibt es nicht.

Die Mindestbodenbedeckung kann durch ein Bündel an Maßnahmen und Verfahren gewährleistet werden. Dazu zählen:

  • 1) mehrjährige Kulturen
  • 2) Winterkulturen
  • 3) Zwischenfrüchte
  • 4) Stoppelbrachen von Körnerleguminosen oder Getreide (inklusive Mais)
  • 5) andere Begrünungen wie eine (selbst-)begrünte Brache
  • 6) Mulchauflagen einschließlich solcher durch das Belassen von Ernteresten
  • 7) eine mulchende, nicht wendende Bodenbearbeitung
  • 8) eine Abdeckung durch Folien, Vlies oder durch engmaschiges Netz oder Ähnliches zur Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion.

Ausreichend Organik

Dabei ist ein Wechsel zwischen den verschiedenen Bedeckungsformen möglich, allerdings ist bei der Wahl einer Stoppelbrache oder einer Mulchauflage die...