Insektenschutz

Blühende Bestände nicht tagsüber mulchen

Aus verschiedenen Gründen mulchen derzeit einige Landwirte blühende Zwischenfrüchte. Insekten, die zu der Zeit im Bestand sind, haben kaum eine Chance.

Die Körnermaisernte ist noch nicht überall abgeschlossen. Damit rückt auf diesen Flächen auch der Weizen-Aussaattermin immer weiter nach hinten. Aus Sorge um die Vorwinter-Entwicklung des Getreides gehen einige Landwirte aktuell dazu über, Zwischenfruchtbestände zu mulchen und das Getreide auf diesen Flächen zu säen.

Nur wenige Insekten können dem Mulcher entkommen

Imker und Umweltschützer beobachten diese Maßnahmen mit Sorge. Gerade bei Temperaturen von mehr als 7 °C und bei Helligkeit sind blühende Zwischenfrüchte eine beliebte Nahrungsquelle von Bienen und anderen Insekten. Werden die Bestände zu dieser Zeit gemulcht, haben die Lebewesen kaum eine Chance zu entkommen.

Blühende Zwischenfrüchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Häufig ist der Mulcher schneller als sie flüchten können. (Bildquelle: Osthues)

Mulchen außerhalb der Bienenflugzeiten

Ebenso wie beim Einsatz von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln, ist es deshalb sinnvoll, die Arbeiten auf die Tagesrandzeiten zu verschieben. Am frühen Morgen und am Abend sowie bei sehr niedrigen Temperaturen ist der Insektenbesatz in den Zwischenfrüchten deutlich niedriger.

Gerade wenn die zu mulchende Fläche überschaubar ist, bedeutet das Verschieben der Maßnahme kaum Mehraufwand für den Landwirt. Der Schaden für Imker und die Umwelt wird hiermit jedoch deutlich reduziert.