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Einstiegsgehalt

Wenig Geld, aber zufrieden Digital Plus

Den meisten Agrarabsolventen gelingt ein zügiger Berufseinstieg. Oft liegen die Bruttojahresgehälter zu Beginn unter den Empfehlungen.

Ein abgeschlossenes Agrarstudium bietet eine gute Möglichkeit, schnell ins Berufsleben einzusteigen.

Die Absolventen der Agrarwissenschaften zeigen sich mit ihrer aktuellen beruflichen Situation insgesamt zufrieden, auch wenn es Kritik an der Höhe der Einstiegsgehälter gibt. Das geht aus einer Absolventenbefragung im Agrarbereich hervor, die von Prof. Rainer Kühl von der Universität Gießen im Auftrag des VDL Berufsverbandes Agrar Ernäh­rung Umwelt (VDL-Bundesverband) durchgeführt worden ist. Berufseinstieg zügig Laut der Befragung erhielten drei Viertel der Teilnehmer zu Beginn ihrer Erwerbstätigkeit ein Bruttogehalt von weniger als 40  000 € im Jahr. Jeder sechste Absolvent stieg mit unter 20  000 € Jahresbruttogehalt ins Berufsleben ein. Davon war lediglich ein Drittel in Teilzeit beschäftigt. Der Umfrage zufolge erfolgte der Berufseinstieg relativ zügig auf sehr unterschiedlichem Wege. Insgesamt 75 %

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Die Absolventen der Agrarwissenschaften zeigen sich mit ihrer aktuellen beruflichen Situation insgesamt zufrieden, auch wenn es Kritik an der Höhe der Einstiegsgehälter gibt. Das geht aus einer Absolventenbefragung im Agrarbereich hervor, die von Prof. Rainer Kühl von der Universität Gießen im Auftrag des VDL Berufsverbandes Agrar Ernäh­rung Umwelt (VDL-Bundesverband) durchgeführt worden ist. Berufseinstieg zügig Laut der Befragung erhielten drei Viertel der Teilnehmer zu Beginn ihrer Erwerbstätigkeit ein Bruttogehalt von weniger als 40  000 € im Jahr. Jeder sechste Absolvent stieg mit unter 20  000 € Jahresbruttogehalt ins Berufsleben ein. Davon war lediglich ein Drittel in Teilzeit beschäftigt. Der Umfrage zufolge erfolgte der Berufseinstieg relativ zügig auf sehr unterschiedlichem Wege. Insgesamt 75 % der Befragten hatten spätestens nach zwölf Monaten ihre erste Arbeitsstelle, jeder Vierte bereits vor dem Studienabschluss. Unabhängig davon zeigten sich die Absolventen auch mit ihrem Studium mehrheitlich zufrieden, benannten aber gleichzeitig Veränderungsbedarf. So hätten sich die Universitätsabsolventen laut dem VDL-Bundesverband im Studium einen größeren Praxisbezug und die Vermittlung von Softskills gewünscht, die Fachhochschulabsolventen eine größere Flexibilität in der Fächerwahl. Insgesamt nahmen 553 Personen von 17 Agrarfakultäten an der Befragung teil. Für VDL-Präsidenten Markus Ebel-Waldmann zeigt die aktuelle Studie, dass die Attraktivität des Agrarstudiums weiter gewachsen ist. Deutliches Potenzial sieht er allerdings noch bei den Einstiegsgehältern und verweist auf die vielfältige Ausbildung und Fähigkeiten der Absolventen. Bachelor­absolventen solltenlaut Ebel-Waldmann nicht unter 35  000 € Jahresbruttoeinkommen nach Hause gehen. Für Masterabsolventen sollte ein Minimum von 45  000 € gelten. Ein Drittel überfordert Eine reguläre Beschäftigung nahmen der Studie zufolge 38 % der Befragten direkt nach dem Studium auf. Jeder Zehnte entschied sich für ein Aufbaustudium und 9 % für eine Promotion. Rund jeder Fünfte trat seine erste Stelle in der Landwirtschaft an, etwa ein Viertel in einem der Landwirtschaft vor- oder nachgelagerten Bereich. Jeder zehnte Agrarabsolvent vollzog seinen Berufseinstieg außerhalb des Agribusiness. Jeder sechste Befragte erhielt die Stelle, ohne eine Bewerbung zu schreiben. Rückblickend empfinden sieben von zehn Befragten die an der Hochschule erworbenen Kenntnisse für die Aufgaben im Berufsleben als nützlich. Knapp ein Drittel der Befragten fühlte sich bei Antritt der ersten Stelle indes überfordert. Rund 35 % der Berufsanfänger mussten Qualifikationsdefizite feststellen. Ebenso viele litten unter Stress, Termindruck und Arbeitsüberlastung.