Preise für westfälische Landjugend



Ausgezeichnet wurden die beiden Projekte auf der Jugendveranstaltung des Bundes der Deutschen Landjugend auf der Grünen Woche. Der größte Jugendverband im ländlichen Raum vergab den Preis zum siebten Mal. Geehrte werden Projekte, die die Lebensperspektiven junger Menschen im ländlichen Raum erhalten und verbessern.

Mit insgesamt 10.000 Euro werden Aktionen und Maßnahmen in den Bereichen regionale Entwicklung, Grüne Berufe und Jugendarbeit gefördert. Dieses Jahr erhielten vier Projekte den nach dem ehemaligen schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister Ernst Engelbrecht-Greve benannten Preis.

2000 € für Köhleraktion

Die Landjugend Werther im Kreis Gütersloh hat einen Holzkohlemeiler zum Anfassen gebaut und selbst Kohle hergestellt. Dafür besorgten die Mitglieder sich 17 t Buchenstämme. Gemeinsam mit einem Experten schichtete sie den Meiler auf und bewachte ihn acht Tage lang rund um die Uhr.

Dazu lud die Landjugend die ganze Region ein: Kindergartengruppen und Schulklassen, Landfrauen und Parteigruppen. Sie alle kamen, um mit ihnen das Köhlerei-Handwerk kennenzulernen, Zeit zu verbringen, zu reden. Zum Abschluss gab es ein Köhlerfest für Jung und Alt, bei dem die Kohle geerntet wurde.

Laut Jury haben die Landjugendlichen damit nicht nur die Region belebt, sondern auch Mut, Einsatz und langem Atem bewiesen. Ein Beispiel für lebendige Traditionspflege, die Menschen zusammenbringt.

3000 € für das Projekt „Der Norden ist bunt“

Ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass setzte die Westfälisch-Lippische Landjugend gemeinsam mit der Niedersächsischen Landjugend. Mit der Aktion „Der Norden ist bunt“ bekennen die Landjugendlichen Farbe für Toleranz, Demokratie und Vielfalt in und außerhalb ihrer Verbände.

Auf niederschwellige Art zeigen sie, wie wichtig das Buntsein für die Gesellschaft ist. Über Armbänder, Plakate und viele andere Aktionen haben sie in ganz Deutschland zahlreiche Menschen erreicht. Laut Jury haben die Verbände zum Nachdenken über die eigenen Denkmuster angeregt und mit ihren Aktionen ohne große Worte für Antirassismus sensibilisiert.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden ein Begegnungszentrum in Brandenburg und der Mainzer Weinsalon, ein Netzwerk junger Winzer.


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