Offene Tore – mehr Vertrauen

Wie gewinne ich, insbesondere als Tierhalter, mehr Akzeptanz für mein Tun? Dieser Frage gingen rund 350 junge Landwirte beim Junglandwirtetag in Oesede nach.

Wie gewinne ich, insbesondere als Tierhalter, mehr Akzeptanz für mein Tun? Dieser Frage gingen rund 350 junge Landwirte beim Junglandwirtetag Niedersachsen in Oesede nach.

Der Frust einiger Junglandwirte sitzt tief, wie Eric Brenneke, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, in seiner Begrüßung deutlich machte: „Die Politik schafft für uns keinerlei Anreize.“ Gesetzestexte „vom Schreibtisch aus gefertigt“, seien nie so passend wie die in den Betrieben geschaffenen Lösungen. Ein Grund mehr, weshalb die Junglandwirte, der Arbeitskreis Agrar der KLJB Osnabrück und der Oeseder Winterkurs zum Junglandwirtetag unter dem Motto „Weiterdenken – Schweinehalter auf dem Weg zu mehr Akzeptanz“ am Montag in die Katholische Landvolkhochschule Oesede eingeladen hatten.

Fakten durch Tierwohl

Ein Schritt in diese Richtung könnte die von Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, vorgestellte Initiative Tierwohl sein. Röring betonte, dass es schließlich nicht nur wichtig sei, durch Kommunikation, sondern auch anhand von Fakten klarzumachen, dass die Landwirte in Sachen Tierwohl aktiv sind. Trotz verbleibender Fragen an der Initiative betonte er: „Die Landwirtschaft ist dabei.“

Auch Peter Spandau, Fachbereichsleiter Betriebswirtschaft bei der Landwirtschaftskammer NRW, machte klar, dass es für die Glaubwürdigkeit der Landwirte wichtig sei, mitzumachen. Er stellte einige Tierwohl-Kriterien in der Schweinehaltung an Berechnungsbeispielen vor, betonte aber auch, dass immer einzelbetriebliche Berechnungen nötig seien. Weder er noch Johannes Röring konnten dem jungen Publikum zwar ein Fortbestehen über die mit dem Handel vereinbarte vorerst dreijährige Laufzeit garantieren. Röring sieht aber gute Chancen, dass sich die Initiative auch langfristig trägt, „wenn wir es richtig machen.“ Gee

Den ausführlichen Bericht mit Aussagen von drei Junglandwirten aus dem aktuellen Winterkurs zum Thema Tierwohl und Öffentlichkeitsarbeit findet Ihr in Wochenblatt-Ausgabe 9/2014 auf Seite 111.


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