Göttingen und Bonn: Agrarstudium an der Uni

Zu theoretisch – das wird dem landwirtschaftlichen Studium an Universitäten wie Göttingen und Bonn nachgesagt. Wir haben uns in Göttingen angesehen, was die Hochschule für Agrarstudenten bietet.

Februar 2012: Rund 2.000 Studenten studieren zu dieser Zeit an der Fakultät „Agrarwissenschaften“ der Georg-August-Universität Göttingen. Allein etwa 250 Studierende starteten im vergangenen Wintersemester mit dem Bachelor-Studiengang Agrarwissenschaften.

In den vielseitigen Pflicht- und Wahlpflichtmodulen werden den Studierenden die wissenschaftlichen Grundlagen der Agrarwissenschaften nahegebracht. Der Abschluss zielt auf Tätigkeiten in Betrieben der Land- und Ernährungswirtschaft, in der Spezialberatung aber auch in der Futtermittel- oder Landmaschinenindustrie, der chemischen Industrie und der Saatguterzeugung ab.

Schwerpunkte für den Master setzen

Vom vierten Semester an müssen die Studierenden einen der Schwerpunkte Agribusiness (Agrarwirtschaft), Nutzpflanzenwissenschaften, Nutztierwissenschaften, oder Ressourcenmanagement und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus, wählen. Diese Schwerpunkte kennzeichnen auch den anknüpfenden Master-Studiengang Agrarwissenschaften. Dieser zielt vor allem auf Führungsaufgaben in den oben genannten Arbeitsfeldern ab.

Der Bachelor-Studiengang Ökosystemmanagement ist ein gemeinsamer Studiengang der Fakultäten Agrar-, Forst- und Geowissenschaften. Aus allen drei Disziplinen werden Grundlagen vermittelt. Dabei sollen die Studierenden beispielsweise systematisch Lösungen für die Konflikte zwischen ökologischer und wirtschaftlicher Nutzung der natürlichen Ressourcen, wie Boden und Holz, finden. Mögliche Tätigkeitsfelder liegen bei Natur- und Umweltschutzorganisationen, Verbänden oder in der Landschafts- und Stadtplanung.

Diverse Master-Optionen

Mit vier weiteren Masterstudiengängen bietet die Fakultät für Agrarwissenschaften in Göttingen zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten und entsprechende berufliche Perspektiven:

  • Der Masterstudiengang Pferdewissenschaften zielt auf spätere Tätigkeiten rund um das Pferd ab, wie Zucht, Futtermittelberatung oder Betriebsmanagement.

  • Der Studiengang Crop Protection (Pflanzenschutz) bereitet die Studierenden unter anderem auf nationale und internationale Fach- und Führungsaufgaben in der Agrochemischen Industrie, Pflanzenschutzberatung oder in Verwaltungen vor.

  • Im Studiengang Development Economics (Entwicklungsökonomie) ist ein Auslandssemester fest eingeplant. Im Studium werden entwicklungspolitische und volkswirtschaftliche Themen sowie interkulturelle Kompetenz vermittelt. Damit sollen die Studierenden vor allem für den internationalen Arbeitsmarkt der Entwicklungspolitik fit gemacht werden.

  • Der Studiengang Sustainable International Agriculture (Internationale nachhaltige Landwirtschaft) wird zusammen mit der Universität Kassel angeboten. Er soll auf Führungsaufgaben in Betrieben, in der Beratung oder bei Verbänden in der nationalen und internationalen Landwirtschaft vorbereiten, insbesondere im Ökolandbau. Gee

Hinweis: Dieser Beitrag ist aus der Wochenblatt-Ausgabe 8/2012.


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