Generatiion Y: Komplett ohne Plan?



Glück statt Geld. Familie statt Karriere. Wissenschaftler, Arbeitgeber und Journalisten zerbrechen sich die Köpfe über die aktuelle Generation der 18- bis 35-Jährigen. Was will sie? Was kann sie? Was macht sie anders als ihre Vorgänger? Sie wird als gut ausgebildet, begeisterungsfähig, aber auch als verweichlicht und unentschlossen charakterisiert.

Durch Medien und Wissenschaft geistert der Begriff „Generation Y“. Der Buchstabe Y wird englisch „why?“, zu deutsch „warum?“, ausgesprochen. Gemeint ist das ständige Hinterfragen dieser Generation. Vor allem betrifft dieser Begriff junge Akademiker, doch wie stehen junge Erwachsene vom Land zu diesen Thesen?

Spaß am Job

Wir haben darüber mit der Landjugend Breckerfeld im Ennepe- Ruhr-Kreis gesprochen. Die Landjugend ist Mitglied der Westfälisch-Lippischen Landjugend (WLL). Zurzeit hat sie 36 Mitglieder im Alter zwischen 16 und 29 Jahren.

Bei der Generation Y steht angeblich der Spaß am Beruf vor Gehalt und Karriere. Anders als ihre Eltern suchen viele junge Menschen vor allem Sinn in ihrer Arbeit und wollen sich selbst verwirklichen. Der Wunsch nach teuren Statussymbolen, Dienstwagen und hohen Gehältern nimmt ab. Wichtiger sind ihnen eine gute Arbeitsatmosphäre und flexible Arbeitszeiten.

Ähnlich sieht das Junglandwirt Christian Abel: „Was nützt mir das schönste Gehalt, wenn ich keinen Spaß am Job habe?“ Zurzeit besucht der 21-Jährige die zweijährige Fachschule in Köln-Auweiler. Landwirt ist sein Traumberuf. „Für kein Geld der Welt würde ich meinen Beruf wechseln“, sagt der erste Vorsitzende der Landjugend Breckerfeld.

Sarah Schirp bevorzugt die Arbeit in einem eingespielten Team. Sie ist Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen. „In den höheren Etagen der Versicherungen arbeitet jeder oft nur für sich“, sagt die 26-Jährige und ergänzt: „Darum denke ich derzeit gar nicht darüber nach, mich auf eine besser bezahlte Stelle zu bewerben.“

Jeder ist anders

Schublade auf, Leute rein, Schublade zu. So einfach ist es nicht. Zwar ändern sich Ansichten von Generation zu Generation. Doch mit einem allgemeinen Generationsbegriff lässt sich immer nur ein Bruchteil der Menschen gleichen Alters abbilden. Denn Einstellungen sind auch abhängig von anderen Faktoren. Schule, Familie und Freunde prägen junge Menschen, aber auch der Ort, an dem sie aufgewachsen sind. Patrick Otte

Mehr zu dem Thema findet ihr in Folge 3 des Wochenblattes 3 auf Seite 86/87.







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