Nachbarschaftshilfe

Corona: Den Nachbarn richtig helfen

Viele Jugendliche versorgen in der Corona-Krise Senioren und Personen aus Risikogruppen mit Einkäufen und Arznei. Die KLJB im Erzbistum Paderborn gibt Tipps, worauf sie bei der Nachbarschaftshilfe achten sollen.

Landjugendliche, Messdiener und Pfadfinder engagieren sich zurzeit für ältere Mitmenschen und andere Personen aus Risikogruppen. Sie übernehmen Einkäufe und Botengänge.

Dabei sollten sie aber ein paar Regeln beachten, um sich nicht selbst mit dem Corona-Virus zu infizieren oder andere anzustecken. Die KLJB im Erzbistum Paderborn hat ein paar Regeln zusammengestellt:

Macht auf euch aufmerksam

  • Eure Zielgruppe für die Aktion ist selten in den sozialen Medien. Ihr könntet Flyer machen und verteilen oder in eurer Nachbarschaft die Zielgruppe per Telefon über eure Aktion informieren.
  • Außerdem kann vielleicht die Kirchengemeinde, die kommunale Verwaltung oder der Ortsvorsteher helfen und euch Hilfsbedürftige nennen. Auch könnt ihr die Lokalzeitungen bitten euer Hilfsangebot zu veröffentlichen.
  • Natürlich ist aber auch zusätzlich der Weg über soziale Medien und Internetseiten sinnvoll.
  • Sinnvoll ist eine zentrale Kontaktaufnahmestelle, am besten eine zentrale Telefonnummer, die als „Auftragsverteiler“ dient.

Auf Trinkgeld verzichten

  • Beachtet die allgemeinen Verhaltensanweisungen und Schutzmaßnahmen des Robert Koch Institutes wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen.
  • Kontakte sind so gut es geht zu vermeiden - sowohl in Schlangen in den Supermärkten als auch bei der Warenübergabe. Daher Abstand halten und Berührungen vermeiden.
  • Die Dienstleistungen solltet ihr in möglichst kleinen Gruppen erledigen. Es gilt die Devise "Besser allein als zu dritt".
  • Seht von einem „finanziellen“ Benefit ab. Lehnt „aufrunden“ ab und nehmt kein „Trinkgeld“ – es geht um den sozialen Aspekt. Ein „Dankeschön“ in einer anderen Form ist nach der Krise denkbar
  • Teilt klare Zuständigkeiten pro „Kunden“ ein – Mitglied A kümmert sich um Kunden A und Mitglied B um Kunden B. Wenn mehrere Einkäufe beauftragt werden, kann natürlich auch einer der Mitstreiter die Einkaufszettel bekommen und für mehrere Kunden parallel einkaufen.

Einkäufe und Botengänge

  • Nehmt nur an, was ihr leisten könnt. Zusagen nicht einzuhalten ist enttäuschender, als von Anfang an abzulehnen.
  • Bei Botengängen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten solltet ihr im Vorfeld mit der Apotheke sprechen, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Botengang möglich ist.
  • Klärt genau den Wunsch des Hilfebedürftigen, um Unstimmigkeiten zu vermeiden.
  • Die Übergabe und Entgegennahme sollten möglichst kontaktarm sein. Zum Beispiel vor der Tür abstellen und per Klingeln über das Abstellen informieren. Dabei feste Zeiten und Ablageort vorab absprechen.
  • Trefft Absprachen zu entstehenden Kosten. Vielleicht könnt ihr Kosten als Ortsgruppe erst auslegen und nach der Krise oder zwischendurch in Rechnung stellen. Dazu solltet ihr die Belege pro Kunden für euch kopieren und das Original dem Hilfsbedürftigen bereitstellen.

Mit Hunden Gassi gehen

  • Geht nur mit Tieren, die ihr unter Kontrolle habt! Tiere können insbesondere Fremde beißen. Informiert euch über Besonderheiten der Vierbeiner.
  • Vermeidet zu eurer Sicherheit mit mehreren Tieren gleichzeitig zu gehen.
  • Auch Tiere lassen sich zu einer abgesprochenen Zeit per Leine an Geländer kontaktlos übergeben. Zugehörige Materialien wie Tüten für Kot oder Leckerlies lassen sich an einem abgestimmten Ort bereitlegen.


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