Schafe

Tipps für Hobbyschafhalter

Schafe sind genügsame Tiere. Dennoch sollten sich Halter über Zaun, Fütterung und Tränke für ihre Wollträger Gedanken machen. Ein paar Tipps gibt Fides Lenz vom Schafzuchtverband NRW.

Zaun und Pfähle

Für einen fest stehenden Zaun empfiehlt sich ein Knotengeflecht. Vor allem in Wolfsgebieten sollte der Zaun untergrabesicher sein. Hinzu kann eine zusätzliche Litze mit Strom auf höchstens 20 cm vom Boden vor dem Zaun kommen.

Eine Alternative ist ein Drahtlitzenzaun, der Strom führt. Diese Festzäune sollten mindestens vier parallel laufende Drähte haben. In Wolfsgebieten sogar fünf. Wichtig ist, Zäune, die Strom führen, an Verkehrswegen mit Warnschildern zu versehen.
Auf Maschen- oder Stachel­draht­zäune sollte der Halter hingegen verzichten,
da die Tiere sich an ihnen leicht verletzen.

Wer Pfähle setzt, sollte sorgfältig sein: Sie gehören in eine gerade Linie, damit sich Draht oder Geflecht ordentlich spannen lassen. Ändert sich die Richtung des Zauns, braucht es stabilere Pfähle für die Ecken. Diagonale Streben stützen dort den Zaun.

Holzpfähle können aus Hartholz wie Eiche sein. Auch Nadelhölzer bieten sich an, sollten aber vorher imprägniert werden. Auf Kunststoffpfähle sollte der Halter verzichten.

Für einen feststehenden Zaun empfiehlt sich ein Knotengeflecht. (Bildquelle: Otte)

Mobiler Zaun und Weidezaungerät

Wer auf einen mobilen Elektrozaun setzt, bleibt flexibel. Das Zaunnetz lässt sich zusammenrollen und passt in einen großen Kofferraum.

Die Spannung am Zaun gehört täglich kontrolliert. Wichtig ist das passende Weidezaungerät. Der Halter sollte ­vorher prüfen, ob Zaun und Gerät zusammen­passen. Hilfe geben Zaunrechner, die von den führenden Weide­zaungeräteherstellern online angeboten werden.

Bei Elektrozäunen immer auf die Erdung achten. (Bildquelle: Schildmann)

Tränken

Tränken: Im Stall sollte man den Schafen mehrere Tränken bieten. Wo fließendes Wasser vorhanden ist, empfehlen sich Selbsttränken. Ansonsten können es große Eimer, Bottiche oder Kübel sein. Wichtig ist, dass sie im Winter nicht zufrieren und sauber gehalten werden.

Wer auf der Weide kein fließendes Wasser hat, kann es im Fass oder Tank vorhalten und in kleinere Behälter, wie einen Kübel umfüllen.

Auf der Weide lassen sich Kübel verwenden. (Bildquelle: G. Lütke Hockenbeck )

Raufe und Trog

Raufe und Trog: Im Unterstand können sich Schafe am besten über eine Raufe selbst am Heu bedienen. Das Gestell aus Holz oder Metall sollte nicht zu hoch hängen und jedem Tier genug Platz zum Fressen bieten.

Für Kraftfutter sollte ein weiterer Trog zur Verfügung stehen. Auch auf der Weide sollte es einen Trog geben. Ob gekauft oder selbst ­gebaut entscheidet der Halter. Es empfiehlt sich zum Beispiel eine umgenutzt Regenrinne.

Wem wenig Weidefläche zur Verfügung steht, sollte eine Raufe auf der Weide einplanen. So können die Tiere auf Heu ausweichen, wenn das Gras zur Neige geht.

Am besten steht der Trog nicht direkt auf dem Boden. (Bildquelle: Schildmann)

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