Sicher im Straßenverkehr – auch im Alter

Im hohen Alter nimmt die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr überproportional zu. Allerdings kann das Unfallrisiko durch Vorkehrungen deutlich gemindert werden.

Bis zum 75. Lebensjahr schützt die Fahrerfahrung die Senioren oft vor den Gefahren im Straßenverkehr. Danach häufen sich die Fahrfehler merklich. Dies zeigen Studienergebnisse des Allianz Technik Zentrums und des Europäischen Sicherheitsrates. Als Ursache sehen die Experten vor allem, dass ältere Menschen in komplexen Situationen schneller den Überblick verlieren.

Und nicht nur als Autofahrer, auch als Fußgänger und Fahrradfahrer sind Senioren gefährdet. Deshalb sind Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur für Fußgänger, wie mehr Sitzgelegenheiten und längere Ampelschaltungen, sinnvoll.

Das empfehlen die Experten

Wer sich unsicher fühlt, sollte ein Gespräch mit dem Hausarzt führen. Dieser kann bei Bedarf auf Gefahren durch Nebenwirkungen von Medikamenten hinweisen und freiwillige Seh- und Hörtests durchführen. Auch einzelne Risikogruppen, wie Menschen, die unter Demenz leiden, sollten ärztlichen Rat einholen, wenn sie Auto fahren wollen.

Es ist ratsam, das Fahren unter schwierigen Bedingungen zu vermeiden, zum Beispiel bei Dämmerung, Regen oder zu Stoßzeiten. Bei langen Fahrten sollten genügend Pausen eingeplant werden.

Hilfe durch Fahrsicherheitstraining und -assistent

Ein Fahrsicherheitstraining hilft, das Verhalten des eigenen Fahrzeuges in schwierigen Situationen, wie Glätte, besser einzuschätzen. Dafür gibt es auch spezielle Angebote für Senioren. Ebenso können im Auto installierte Fahrer-Assistenz-Systeme helfen, schwierige Verkehrssituationen zu bewältigen.

Außerdem eignen sich bestimmte Autotypen für Senioren besser als andere. Hier kann der Fachmann beim Autokauf beraten. Fußgänger oder Radler können ihren Teil beitragen, indem sie helle, reflektierende Kleidung tragen und dadurch im Straßenverkehr gut sichtbar sind.


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