Wassergehalt beachten

Richtig heizen mit dem richtigen Holz

Fichte und Eiche, Buche und Kiefer unterscheiden sich vor allem in Dichte und Heizwert. Auf die ­Feuertauglichkeit hat auch der Wassergehalt Einfluss. Und da spielt der Borkenkäfer eine Rolle.

Eiche und Buche sind die Klassiker auf dem Brennholz-Markt. Sie bringen mit dem gleichen Volumen mehr Heizwert als Nadelhölzer. Dürre und Borkenkäferplage schwemmen aber vermehrt Fichten- und Kiefernholz auf den Markt. Das sei durchaus eine Alternative, so Martin Schwarz vom Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien in Olsberg. „Es gibt kein schlechtes Brennholz, nur schlecht gespaltenes und schlecht gelagertes.“

Schnelle Trocknung

Vom Borkenkäfer befallenes Nadelholz ist häufig schon bei der Ernte sehr trocken. Abgestorbene Bäume ohne Rinde bezeichnen Förster auch als Dürrständer. Ihr Holz kann sofort oder nach wenigen Monaten Lagerdauer verfeuert werden. Für Kaminbesitzer ohne große Vorräte ist es deshalb eine Alternative.

Je trockener das Holz, desto höher der Heizwert. Denn: Wenn Holz verbrennt, muss erst das enthaltene Wasser verdampfen. Und das benötigt Energie, genau 0,68 kWh je kg Wasser.

Forstwirte messen die Feuchte von Holz anhand des Wassergehalts. Er bezieht sich auf das Gesamtgewicht, also Holz plus Wasser. Messgeräte für den Hausgebrauch bestimmen dagegen in der Regel die Holzfeuchte. Dabei ist allein die Holzmasse Bezugswert für das enthaltene Wasser. Die Konsequenz: Der Wert für die Holzfeuchte ist immer höher als der für den Wassergehalt. 100 % Holzfeuchte entsprechen 50 % Wassergehalt, 25 % Holzfeuchte 20 % Wassergehalt. Unter diesem Wert sollte Brennholz immer liegen.

Bläue und rote Streifen

Mitunter ist Nadelholz „bunter“ als erwünscht. Borkenkäfer schleppen oft Bläuepilze ein. Beginnende Weißfäule führt bei länger gelagertem Nadelholz zu Rotstreifigkeit. Das schmälert den Marktwert. Wer das Holz verfeuern will, braucht sich über die Verfärbungen aber keine Gedanken zu machen. „Beim Trocknen stoppt das Pilzwachstum“, erklärt Martin Schwarz.

So bleiben zwei Einwände, die gegen das Verbrennen von Fichte & Co. sprechen können. Erstens muss für denselben Heizwert mehr Holz eingelagert und im Ofen häufiger nachgelegt werden. Bei einem Preisvorteil und der hohen Effizienz moderner Öfen ist das zu verschmerzen. Zweitens neigt besonders Fichte wegen des hohen Harzgehalts zum Spritzen. Hinter einer Scheibe bereitet das keine Probleme und beim Anfeuern ist die schnelle Entflammbarkeit des Holzes von Vorteil.

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