Zum Inhalt springen
12 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Rhetorik für Landwirte

Rhetorik: So treffen Sie den Nagel auf den Kopf

Rechtfertigung ist keine Öffentlichkeitsarbeit. Wie Landwirte bei Kritik und Vorwürfen sicher auftreten und argumentieren, erklärt Rhetorik-Trainer Jens Linke aus Paderborn.

Sagen, was man meint und den Nagel auf den Kopf treffen: Rhetorik ist das passende Handwerkzeug.

Selbst wenn die Worte unter die Gürtellinie gehen, ist weder der verbale Gegenangriff noch „einfach herunter schlucken“ angebracht. Jetzt ist rhetorisches Know-How gefragt. Das Handwerkszeug in Sachen Rhetorik verrät Jens Linke, Rhetoriktrainer aus Paderborn.

Fünf Rhetorik-Tipps

  • Selbstbewusst auftreten und nicht aus der Reserve locken lassen: Gehen Sie aktiv auf andere zu.
  • Achten Sie auf Ihre Gefühle, denn: Wir handeln, wie wir fühlen. Wer aufgeregt ist, sollte nicht denken: „Ich bin so nervös“. Ändern Sie den Gedanken zu: „Ich bin ruhig und gelassen. Ich schaffe das.“ Sie werden automatisch ruhig.
  • Unsicherheit beginnt im Kopf. Denken Sie nicht: „Das Problem liegt an mir“, oder „Was denkt der andere jetzt von mir?“ Solche Gedanken lenken ab und machen nur unnötig nervös. Treten Sie selbstsicher auf, indem Sie sich sagen: „Ich liebe, was ich tue.“ Das macht stark.
  • Falls Sie nicht wissen, wohin mit Ihren Händen? Halten Sie Ihre Hände so, wie es angenehm ist.
  • Setzen Sie Körpersprache ein. Stehen Sie gerade und mit den Füßen fest auf dem Boden. Halten Sie den Blickkontakt zum Gegenüber. Achten Sie auf Ihre Mimik: Lächeln Sie. Das wirkt sympathisch.

Das Gespräch souverän führen

  • Gehen Sie mit einer positiven Einstellung ins Gespräch. Anstatt zu denken: „Schon wieder einer, der nur meckert“, eröffnen Sie den Dialog, indem Sie sagen: „Ich merke, Sie haben eine Frage. Darf ich Ihnen das erklären?“
  • Achten Sie auf Ihre Stimme, die Worte und den Ton. Sprechen Sie ruhig, laut und hörbar.
  • Formulieren Sie Ihre Botschaft klar und verständlich. Verzichten Sie auf „Fachchinesisch“. Fassen Sie sich so kurz wie möglich.
  • Prüfen Sie: Kommt meine Botschaft an? Versteht der andere mich? Dazu beobachten Sie Ihren Gesprächspartner. Wie ist sein Gesichtsausdruck? Hat er Fragen?
  • Bauen Sie Ihr Gespräch strategisch mit Ziel, Einleitung und Argumenten auf. Bringen Sie Ihre Meinung auf den Punkt.

Merksatz: Der Zielsatz ist der Nagel. Der muss ins Ohr. Schlagen Sie dreimal drauf (drei Schläge = drei Argumente).

Üben Sie Argumentationsketten. Dann sind Sie es, der die Gespräche aktiv lenkt.