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Pilgerstätte für Treckerfans

Auch einige Holländer waren mit ihren Pferdegespannen angereist, um an der Vorführung teilzunehmen. Foto: E. Budde

Das „Trecker Mekka“ lockte Oldtimer-Freunde am Sonntag, den 7. August nach Rhede-Vardingholt. Mit der Landmaschinenausstellung sammelt die örtliche Landjugend alle sieben Jahre Spenden.

Wer das Spiel „Der heiße Draht“ kennt, weiß: Um den Ring am Draht entlangzuführen ohne ihn zu berühren, ist eine ruhige Hand gefragt. Ist der Ring allerdings an einem Frontlader befestigt, gehören dazu eher geschicktes Schalten und Gasgeben: Ihr Talent im Manövrieren von Landmaschinen durften die rund 4000 Besucher des „Trecker Mekka“ in Vardingholt beweisen.

Alles für einen guter Zweck

Bereits zum vierten Mal verwandelte sich der Ort im Kreis Borken in eine Pilgerstätte für Anhänger moderner und historischer Landmaschinen. Mit der alle sieben Jahre stattfindenden Großveranstaltung hoffen die Organisatoren, die Katholische Landjugendbewegung Vardingholt, auf Spenden. Die gehen jedoch nicht in die eigene Kasse, sondern an die Deutsche Förderungsgesellschaft zur Mukoviszidose Forschung mit Sitz in Rhede. „Vor über zwanzig Jahren war das „Trecker Mekka“ noch ein jährlicher Wettstreit unter Landjugendlichen. Die Idee, daraus eine Wohltätigkeitsveranstaltung zu machen, kam auf, als die Familie unseres damaligen Vorsitzenden von der Krankheit betroffen war“, erklärte Mitorganisator Volker Lensing.

Zeitreise auf dem Acker

Neben den Geschicklichkeitsspielen, für die ortsansässige Lohnunternehmer Traktoren bereit stellten, stand die Vorführung von Pflugmaschinen im Mittelpunkt. Wer den Acker abschritt, begab sich auf eine Zeitreise: An der Seite moderner, mehrschariger Pflüge zogen Oldtimer-Schlepper und sogar Pferdegespanne ihre Furchen.

Eine Nummer kleiner fiel die Schau der Modellbaufreunde aus. Für die ferngesteuerten Traktoren und Bagger in Miniaturform begeisterten sich vor allem die jungen Besucher. Nur mit dem großen Feuerwehrauto, das zu einer Rettungsübung anrückte, konnten die Modelle nicht mithalten.

Spendenmarke geknackt?

„Viele örtliche Vereine packen mit an und übernehmen Dienst an den Getränkeständen, der Tombola oder der Hüpfburg. Das Kuchenbuffet etwa haben die Landfrauen gespendet“, freute sich Voker Lensing. Denn alleine hätten die 38 aktiven Landjugendlichen das „Trecker Mekka“ nicht auf die Beine stellen können. Auch der 49-jährige Franz-Josef Schüling, der sich selbst als „Landjugend-Oldie“ bezeichnet, gehört zum Organisationsteam. Er sorgt dafür, dass sich die örtlichen Lohnunternehmer den Termin in Vardingholt alle sieben Jahre im Kalender anstreichen.

In diesem Jahr galt es, die Spendenmarke von 7500 €, die beim vergangene „Trecker Mekka“ 2004 erreicht wurde, zu knacken. „Bisher sieht es gut aus: Das Wetter hat gehalten, die Stimmung war super und unser Kassenwart zählt noch!“, verkündete Volker Lensing am Montagmorgen. Elisabeth Budde