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Umwelt

Ohne Plastik - wie geht das?

Alarmierend: Plastik überflutet uns. Laut einer neuen Studie nimmt ein Mensch im globalen Durchschnitt rund 5 g Plastik pro Woche auf – so viel wie eine Kreditkarte wiegt. Können wir der Palstikflut überhaupt entkommen?

Plastik bedroht die Umwelt. Es ist höchste Zeit, heute an morgen zu denken, und Plastik einzusparen.

Waschbare Baumwolllappen statt Küchenrolle, Kaffee als plastikfreies Peeling, Zeitungspapier als Müllbeutel, Roggenmehl statt Shampoo, geputzt wird mit Zitronensäure und gewaschen mit Efeu: Birgitta Bolte aus Rheine im Kreis Steinfurt zeigt, dass gar nicht so schwer ist, im Alltag auf Plastik zu verzichten. Die 43-Jährige, ihr Mann und die beiden Töchter (sechs und zehn Jahre) zeigen, dass es geht. Seit der Fastenzeit im Februar 2017 sparen sie radikal Plastik ein. Mit Erfolg: 2018 produzierte die vierköpfige Familie noch vier gelbe Säcke Müll pro Jahr. Jetzt ist sie gerade mal beim zweiten.

Lesen Sie hier: Das Problem mit dem Plastik

Wertvoll leben ohne Plastik

Für Birgitta Bolte und ihrer Familie wurde der plastikarme Alltag zum Lebensstil: „Mir ist es nicht egal, ob ich Mikroplastik in meinem Körper habe“, betont sie. Ihrer Ansicht nach kann jeder etwas tun, um den Abfallberg zu reduzieren. „Auch ein kleiner Schritt ist besser als keiner. Wichtig ist darüber zu sprechen und dazu zustehen, dass man auf Plastik verzichtet.“

Plastikfreie Rezepte zum Nachmachen

Rezepturen Kosmetik:

  • Deo: Kokosöl, Natron, Speisestärke im Verhältnis 3:2:2
  • Shampoo-Ersatz: aus 2 bis 3 EL - je nach Länge - eine Paste aus hellem Roggenmehl herstellen.

Haushalt:

  • Lebensmittel in Glas, Holz oder Alu lagern
  • Bürsten und Schwämme aus Naturmaterial verwenden
  • Die Putzmittel sind: Zitronensäure, Natron, Waschsoda, Essig/Essigessenz und Kernseife.
  • Geschirrspülmittel: 100 g Zitronensäure, 100 g Natron, 100 g Waschsoda und 30 g Spülmaschinensalz vermengen, pro Waschgang 1 EL davon ins Fach der Spülmaschine geben.

Einkaufen:

  • Unverpackt-Läden, Spezialläden, beim Direktvermarkter oder auf dem Wochenmarkt
  • eigene Gefäße mitbringen

Hygienisch: Getrocknete Pflaumen oder Rosinen werden mit einer Schippe entnommen.

Einkaufen im Unverpackt-Hofladen - hier ein Blick ins Geschäft:

Nudeln, Müsli, Linsen, Reis oder Mehl kann man in sogenannten „Unverpackt-Läden“ kaufen.

Weitere Tipps zum Plastik-Sparen stehen im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben, Folge 40/2019.