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Neues Taschengeld-Konzept

Ein neuer Ansatz, um Kindern den Umgang mit Geld beizubringen: Marmeladengläser eignen sich nach Ansicht vonTaschengeldexpertin Kirstin Wulf besser als Sparschweine. Das 3-Gläser-Konzept ist kinderleicht nachzumachen.

Drei Gläser, die es in sich haben. Foto: B. Lütke Hockenbeck

Ein neues Modell soll Kindern helfen, ihr Taschengeld einzuteilen. Alles, was sie dazu brauchen, sind drei Gläser, drei Aufkleber und ein paar Regeln.

Wie schaffen Kinder es, sich ihr Taschengeld so einzuteilen, dass am Ende des Monats noch etwas übrig ist? Diese Frage stellte sich Kirstin Wulf, Mutter von zwei Söhnen und Taschengeldexpertin. Sie entwickelte daraufhin ein eigenes Taschengeldkonzept. Auf der Internetseite www.bricklebrit.net erklärt die Ideengeberin ihren neuen Ansatz zu den alten Themen Sparen und Taschengeld. Wir haben die Seiten durchforstet und finden den Ansatz gut, zumal er kinderleicht umzusetzen ist. Alles, was Eltern brauchen, sind drei Marmeladen- oder Gurkengläser und drei Aufkleber oder selbstklebende Etiketten und los geht’s.

Sparen ist kinderleicht


Die Idee: Anders als bei der normalen, undurchsichtigen Spardose, sortieren und sparen die Kinder ihr Taschengeld in Gläsern. Sie sehen, was sich in den Gefäßen befindet und wie sich ihr Geldbestand verändert.
Das Lernziel: Bei diesem Taschengeldkonzept überlegen sich die Kinder Woche für Woche, ob sie das Geld sparen wollen, oder ob sie sich bestimmte Dinge davon kaufen möchten.
Die Einteilung: Drei Aufkleber/Etiketten werden mit den Worten „Für jetzt“, „Für später“, „Für dich“ beschriftet. Dann klebt man die Aufkleber auf die Gläser.
„Für jetzt“: In diesem Glas ist das Geld, das Kinder sofort ausgeben möchten, beispielsweise für Kleinigkeiten wie Eis, Seifenblasen oder Sammelkarten.
„Für später“: Wenn Kinder größere bzw. teurere Wünsche haben, müssen sie sparen und sich Geld zurücklegen. Das Geld für den neuen Fußball, ein größeres Spielzeug oder eine Anschaffung für das Hob­by liegt also in diesem Glas.
„Für dich“: Mit diesem Geld kaufen Kinder eine Kleinigkeit für andere, beispielsweise etwas zu Mamas oder Papas Geburtstag oder für den Spielkameraden.
Das Geld: Laut Studien bekommen 6- bis 13-Jährige 7 € pro Woche (siehe Kasten). Kirstin Wulf empfiehlt, dem Kind das Geld in Münzen zu geben. Beispiel: 1 x 2 €, 2 x 1 €, 4 x 50 Cent, 5 x 20 Cent.
Die Regel: Von 7 € kommen 2,50 € in das „Für später“-Glas und 50 Cent in das „Für dich“-Glas. Das restliche Geld darf das Kind aufteilen, wie es möchte.

Bei den Kleinen anfangen


Je früher Eltern mit Kindern über Geld sprechen, desto besser, findet Expertin Kirstin Wulf. Mit dem 3-Gläser-Modell können Sprösslinge ab fünf Jahren starten. rk

Die neuste Taschengeldtabelle finden Sie im Wochenblatt, Folge 32/2017. Seite 62.

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