wllv: "Hauswirtschaft ist systemrelevant"

Landfrauen begrüßen Update in der Hauswirtschaftsausbildung

Die neue Ausbildungsordnung für den Beruf Hauswirtschafter/innen gibt wichtige Impulse für den Berufszweig. Landfrauen wollen junge Menschen für die Ausbildung begeistern.

Zum 1. August 2020 wird die Ausbildungsordnung für den Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/innen modernisiert. Zukünftig wird sie nicht mehr nach sogenannten Einsatzgebieten, sondern nach den Schwerpunkten personenbetreuende Dienstleistungen, serviceorientierte Dienstleistungen und ländlich-agrarische Dienstleistungen strukturiert.

Ausbildung Hauswirtschaft

Hauswirtschaft: Ein Update für die Lehre

vor von Bettina Pröbsting

Die Betreuung von Kindern und Senioren rückt in den Fokus der angehenden Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter. Unter anderem deshalb wurde die Ausbildungsordnung geändert.

Die Landfrauen begrüßen die künftige Ausrichtung der Hauswirtschaft an der Handlungsorientierung, schreibt der Westfälisch-Lippische Landfrauenverband (wllv) in einer Pressemitteilung.

"Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie systemrelevant die Hauswirtschaft ist. Hauswirtschaftliche Fachkräfte verrichten unverzichtbare Dienstleistungen am und für Menschen. Oft sind es Risikogruppen, die sie versorgen und betreuen. Jedes Seniorenwohnheim kann sich glücklich schätzen, wenn es über professionelle hauswirtschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfügt. Selbst private Haushalte haben in der augenblicklichen Situation wieder aktiv den Wert von Hauswirtschaft (Nahrungszubereitung, Umgang mit knappen Gütern) gespürt", sagt wllv-Präsidentin Regina Selhorst.

Wachsender Fachkräftebedarf in Gemeinschaftseinrichtungen

Der Deutsche Landfrauenverband (dlv) sieht einen wachsenden Fachkräftebedarf in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern und Seniorenwohnheimen, in der Gemeinschaftsverpflegung von Schulen und Kitas, in Privathaushalten und im Landtourismus.

"Der Landtourismus hat sich in den letzten Jahren immer weiter professionalisiert. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass es einen Schwerpunkt ländlich-agrarische Dienstleistungen gibt, weil wir hier Potential sehen", führt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper aus. Ferienhöfe, Hof-Cafés oder auch Direktvermarktungsbetriebe können dann passgenauer und prüfungsrelevant auf die Anforderungen in ihren Betrieben ausbilden.

Landfrauen wollen für den Beruf werben

"Jetzt sind auch wir Landfrauen gefragt, dass die Verordnung gut ins Rollen kommt. Und zwar nicht nur als Ausbilderinnen, sondern auch als Multiplikatorinnen, um junge Menschen für diese Berufsausbildung zu begeistern", erklärt Renate Große-Wietfeld, Mitglied des dlv-Ausschusses "Hauswirtschaft".

Für junge Leute und Ausbildungsbetriebe gibt es bei den Ausbildungsberaterinnen der Landwirtschaftskammer NRW Informationen oder unter Tel. (0251) 2376-295.


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