Spezial-Angebote für Bauernfamilien

In der Krise Beratung finden

Wenn sich im Kopf ständig das Gedankenkarussell dreht, hilft es, sich jemandem anzuvertrauen – am besten völlig anonym und ohne jede Bewertung. Für Landwirte und ihre Familien gibt es einige Anlaufstellen.

Corona und die Afrikanische Schweinepest, schlechte Preise und dann vielleicht noch Konflikte zwischen den Generationen: Auf vielen Höfen herrscht zurzeit Krisenstimmung.

Hilfe für Landwirte und deren Familien, Azubis und Mitarbeiter bieten das Sorgentelefon der Landfrauen und die Ländlichen Familienberatungen. Auch der WLV und die Landwirtschaftskammer sind Anlaufstellen. So sind sie erreichbar:

  • Sorgentelefon der Landfrauen in NRW, Tel. (0  25  91) 9  40  34  09, montags 18 bis 22 Uhr, mittwochs 9 bis 13 Uhr
  • Ländliche Familienberatung im Bistum Münster, Tel. (02  51) 5  34  63  49
  • Ländliche Familienberatung Hardehausen im Erzbistum Paderborn, Tel. (0  56  42) 98  53 250,
  • Ländliche Familienberatung Oesede, Tel. (0  54  01) 86 68 62
  • Mediatoren des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, Tel. (02 51) 41 75 123
  • Ansprechpartner finden Sie auch über die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Familienberatungen und Sorgentelefone: www.landwirtschaftliche-familienberatung.de.
  • Die Landwirtschaftskammer NRW bietet Beratungen zur Einkommens- und Vermögenssicherung. Kontakt über die jeweilige Kreisstelle.

Gespräche: in der Diele oder digital

Das Landfrauentelefon funktioniert auch unter Corona-Bedingungen bestens. Schwieriger ist die Situation für die Beratungsformate der Landwirtschaftskammer und der ländlichen Familienberatungen. „Ich fahre unter Beachtung der Hygieneregeln raus“, sagt Bernhard Gründken von der Kammer. „Die Betriebe haben große Dielen. Nur so bekomme ich richtig die Mimik und Gestik mit und merke, wer da im Hintergrund noch dabei ist.“

Die ländliche Familienberatung Hardehausen hat auch digitale Formate ausprobiert. „Bei Einzel- oder Paarberatung geht das sehr gut“, berichtet Koordinatorin Maria Höschen. „Habe ich sechs weitere Familienmitglieder und großes Konfliktpotenzial, wird es schwierig, das einzufangen. Wenn ich weiß, da kommen Tränen, habe ich als Beraterin wenig Möglichkeiten, darauf zu reagieren. “

Im ersten Lockdown haben die Berater die Familien über Gespräche am Telefon und per Videochat begleitet. Jetzt fahren sie unter Einhaltung der aktuellen Regeln wieder auf die Höfe, die dann große Räume frei machen. Alternativ finden manche Treffen auch in der Landvolkshochschule in Hardehausen statt.

Corona und ASP, miese Preise und unklare Perspektiven: Auf vielen Betrieben ist jeden Tag Krise. Zwei Beraterinnen und ein Berater geben Einblicke und erklären, was Familien hilft.



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