Kirche und Corona

Ihr Kinderlein kommet – bloß wohin?

In diesem Jahr musste der Gottesdienstbesuch häufig ausfallen. Wie haben Pfarrer und Kirchgänger die Corona-Zeit bisher erlebt? Und wie schauen sie auf Weihnachten?

"Nicht singen zu dürfen, ist richtig schlimm. Eine Gemeinde ohne Gesang - das geht eigentlich gar nicht. Singen öffnet die Seele.“ Pfarrer Herwig Behring schaut mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr. Wie überall in Westfalen fielen auch in der Evangelischen Gemeinde Warendorf während des Lockdowns im März die öffentlichen Gottesdienste aus, danach fanden sie nur mit Einschränkungen statt. Doch der Geistliche kann auch Positives aus der Zeit ziehen.

Predigt vor der Kamera

In Warendorf fand man einen Weg, um mit der Gemeinde zusammenzukommen: „Wir stiegen früh um auf Live-Übertragungen im Internet“, erzählt Pfarrer Behring. „Schließlich ist der Gottesdienst der Pulsschlag der Kirchengemeinde.“ Schnell fanden sich technikaffine Jugendliche, die sich ehrgeizig ans Werk machten. Von vielen Seiten kam technische Unterstützung - und nach ein paar Holpersteinen läuft die Übertragung heute reibungslos. Inzwischen sind in der Christuskirche sieben Mikrofone verteilt, hinzu kommen Kamera, Rechner und Mischpult.

„Die ersten Male war es sehr komisch, vor der Kamera zu stehen. Vor allem fehlte es mir, die Reaktionen in den Gesichtern lesen zu können, “ so der 58-Jährige. Doch auch das ist Gewöhnungssache - wie so vieles in diesem Jahr. Und die Online- Gottesdienste haben ihre Vorteile. „Das Angebot ist niederschwellig. Einige Mitglieder, die sonst nicht regelmäßig in die Kirche kamen, sind jetzt jede Woche dabei.“ Wer sonst mit den harten Bänken oder auch...



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