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Tipps für Radfahrer

Fahrradfahren bei Schnee und Kälte

Die Tage werden länger. Da hat man schon Lust aufs Radfahren. Aber diese Kälte und der Schnee! Mit diesen Tipps zeigen Radler Väterchen Frost die kalte Schulter. ­Außerdem erfahren Sie, wie Sie mehr Reichweite mit dem E-Bike erzielen.

So geht Fahrradfahren im Winter: Warme Kleidung, den richtigen Grip, einen geladenen Akku und ein verkehrssicheres Rad.

Sicherheit hat Vorfahrt

Auf Schnee oder nasser Fahrbahn kann das E-Bike beim Beschleunigen oder engen Kurvenfahrten wegrutschen. Hohe Geschwindigkeiten führen bei schlechten Sicht- und Straßenverhältnissen zu brenzligen Situationen. Lieber auf den Turbomodus verzichten und vor Fahrtantritt ein paar Testrunden drehen, um zu prüfen, ob es überhaupt sinnvoll ist, den Drahtesel zu nehmen. Ein einfacher Tipp des Pressedienstes Fahrrad: Den Sattel etwas niedriger stellen. Dadurch erreicht der Fahrer im Falle eines Falles schneller den Boden. Zusätzliche Reflektoren an Kleidung und Fahrrad erhöhen die Sichtbarkeit.

Profil und Reifendruck kontrollieren

Der richtige Grip verhindert eine ungewollte Rutschpartie. Eine Profiltiefe von mindestens 1 mm ist ein guter Richtwert für alle Draht­esel. Für S-Pedelecs (mit Unterstützung bis maximal 45 km/h) schreibt der Gesetzgeber diesen Wert sogar vor. Beim Luftdruck hängt es davon ab, ob der Radler mit oder ohne Hilfsmotor fährt.

Beim herkömmlichen Drahtesel wird der Druck auf den Minimalwert, der an der Seitenflanke des Reifens zu finden ist, abgesenkt. Dadurch hat der Reifen eine höhere Auflagefläche auf der Fahrbahn. Bei Fahrrädern mit „E“ ist zu beachten, dass Akku und Motor auch etwas wiegen. Hier sollte man sich am höheren Wert orientieren.

Bremse, Kette, Schaltzüge pflegen

Kettenöl vorsichtig und tröpfchenweise auftragen.
Gegen Schäden am Rad durch Streusalz, Eis und Matsch gibt es Mittel. Zum Beispiel:

  • Kette mit wasserabweisendem und hochviskosem Kettenöl oder Sprühwachs einschmieren.
  • Bei vereisten Brems- und Schaltzügen hilft im Notfall Enteisungsöl. Zur Pflege der Stahlseile nimmt man ab und zu einen öligen Lappen oder ein spezielles Bowdenzugöl aus dem Fachhandel.
  • Festgerostete Schrauben oder Sattelstützen werden durch Kriechöl wieder gangbar.
  • Lack und Metall danken es, wenn man sie mit Produkten auf Basis von Wachs, Teflon oder Silikon gegen Wind und Wettereinflüsse schützt.
  • Etwas Flüssigwachs in den Speichenlöchern verhindert, dass Spritzwasser in die Felgen dringt und dort Rostschäden verursacht.
  • Zum Schutz vor Oxidation die Kontaktstellen von Akkus und Displays mit Kontaktspray behandeln. Das Mittel mit einem Wattestäbchen auftragen, nicht aufsprühen. Es greift den Lack an.

Mit den Kindern unterwegs

Ein Kinderanhänger macht Familien im Winter mobil, denn genauso wie das Fahrrad muss auch der Transporter wegen Schnee und Eis nicht stehen bleiben.
Es ist gut, die Kinder auch im Winter mit dem Fahrrad zum Kindergarten zu bringen oder mit ihnen eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Solange die Kleinen warm eingepackt sind. Grundsätzlich sollten Eltern selbst entscheiden, wann es sinnvoll ist, ihr Kind mit dem Fahrrad oder im Anhänger zu transportieren oder wann das Kind noch selbst mit dem Laufrad oder dem Kinderrad fahren kann, betont der Pressedienst Fahrrad (pd-f). Wichtig ist, dass die Kinder sich beim Radfahren im Schnee sicher fühlen und ihr Rad auch in brenzligen Situationen im Griff haben. Dreiräder bieten bei ungewollten Manövern den Vorteil, dass sie standsicherer als Zweiräder sind. Nehmen Schnee, Eis und Minustemperaturen überhand, rät der pd-f, die Kleinen im Anhänger zu transportieren. Bevor es gefährlich wird, die Fahrräder doch besser stehen lassen.

Mollig warm von Kopf bis Fuß

Für eine warme Wollmütze ist unter dem Fahrradhelm kein Platz. Tipp: eng anliegende Mützen oder Sturmhauben tragen. Letztere schützen Hals, Gesicht und Kopf vor Zugluft und Wind.
Setzen Sie bei frostigen Temperaturen auf den Zwiebellook aus mehreren Bekleidungsschichten: Unten drunter Funktionsunterwäsche aus Kunstfaser oder Merinowolle. Darüber ziehen Sie Shirts und/oder Pullis an. Die äußere Lage bildet eine helle, idealerweise wasser- und winddichte Jacke. Auch die Beine halten Sie mit dem Schichtenprinzip warm: Lange Unterhosen und Kniestrümpfe sind bei Minusgraden goldwert. Wasserdichte Überschuhe halten Spritzwasser ab. Robuste Winterstiefel – mit Einlegesohlen – wärmen die Füße. Thermohandschuhe schützen die Hände. Schützen Sie Ihre Haut zusätzlich mit einer wasserfreien und fettreichen Creme.