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Soziale Medien

Ehrenamt: Wie geht Öffentlichkeitsarbeit heute?

Was können soziale Medien besser als „alte“, und was sollten Vereine und Verbände beachten? Journalistin Katharina Mehring beantwortet die Fragen bei einem Seminar der KLVHS Oesede.

Es liegt auf der Hand: Für jeden dritten Deutschen ist ein Leben ohne soziale Medien nicht mehr vorstellbar.

Journalistin Katharina Mehring gibt Tipps zu Sozialen Medien im Ehrenamt. Sie erklärt warum und welche sozialen Medien Vereine und Verbände nutzen sollten, und was bei der Arbeit mit sozialen Medien zu beachten ist.

Warum soziale Medien?

Viele Deutsche aller Altersstufen sind täglich in sozialen Medien unterwegs: 32 Mio. auf Facebook, 15 Mio. auf Instagram, 6 Mio. auf YouTube. Sie betrachten, teilen, liken nicht nur, was Privatpersonen im weltweiten Netz streuen, sondern auch, was Unternehmen ihnen an Werbung und Dienstleistungen anpreisen.

Diese haben längst erkannt, dass sie mit ihrem Auftritt auf Facebook, Instagram oder YouTube mit nur einer Nachricht, einem Bild oder einem Video in kürzester Zeit Millionen Menschen erreichen. Das gelingt ihnen mit den „alten Medien“ wie Print, TV oder Radio nicht. Diesen Vorteil der neuen Medien sollte sich das Ehrenamt nutzen, rät Katharina Mehring, Journalistin. Doch planlos drauflos zu posten, ist der falsche Weg.

Die Arbeit mit sozialen Medien ist Arbeit. „Und die beginnt im Kopf, unterstrich die Kommunikationsberaterin am Donnerstag vergangener Woche bei einem Seminar der Katholischen Landvolkhochschule Oesede im Kreis Osnabrück.

Wie soziale Medien nutzen?

Ein Auftritt des Vereins in sozialen Medien will durchdacht sein:

  • Auf welchen Kanälen sind die Mitglieder unterwegs? Das lässt sich über eine Umfrage im Verein herausfinden. Die „Platzriesen“ sind Facebook, Instagram und YouTube. Sie haben unterschiedliche Merkmale. Facebook ist ein soziales Netzwerk und wird als Nachrichtenkanal zunehmend bedeutender. Instagram ist ein Onlinedienst zum Teilen von Fotos und YouTube für Videos.
  • In welchen Netzwerken sind zukünftige Mitglieder zu finden? Angaben zum Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen, Mitgliedschaft in anderen Verbänden von Nutzern liefert ein Blick in die analytischen Auswertungen des jeweiligen Netzwerkes.
  • Innerhalb des Vereins oder Verbandes sollte sich eine Redaktion aus mindestens zwei Mitgliedern bilden, die für den Online-Auftritt zuständig ist. Sie sorgt dafür, dass regelmäßig (alle zwei oder vier Wochen) Bilder, Texte oder Videos auf dem entsprechenden Kanal erscheinen. Geeignete Inhalte sind Termine, Veranstaltungen oder die Vorstellung neuer Mitglieder.

So grenzenlos wie das weltweite Netz ist, so problematisch ist es auch. Beim Online-Auftritt sind Bild- und Persönlichkeitsrechte zu wahren. Um Unmut vorzubeugen, sollten die Mitglieder des Vereins Veröffentlichungen in den sozialen Medien in Wort und Bild schriftlich einwilligen.