Restauratorinnen geben Tipps

Alte Möbel erhalten

Auf einem Hof in Dülmen restaurieren Alice Kleyboldt und Anna Pfeiffer Möbel. Sie erklären, wie Schubladen gängig und Stuhlbeine heil bleiben. Manche Mittel überraschen.

Der Sekretär von der Oma oder die Eichenstühle, die seit Generationen am großen Esstisch stehen: In vielen Familien gibt es Möbelstücke mit Geschichte. Oft sind sie eine Verbindung zu Groß- und Urgroßeltern. Gleichzeitig geben sie einer modernen Einrichtung eine persönliche Note. Viele alte Stücke lassen sich gut mit aktuellen, geradlinigen Möbeln kombinieren. Alice Kleyboldt aus Dülmen im Kreis Coesfeld mag diesen Stil. Die staatlich geprüfte Restauratorin für Möbel empfiehlt, Antiquitäten sparsam und bewusst zu platzieren.

Entfernen und ergänzen

Gemeinsam mit Anna Pfeiffer, ebenfalls Restauratorin mit aka­demischer Ausbildung, betreibt Alice Kleyboldt in der ausgebauten Scheune eines denkmalgeschützten Resthofs eine Werkstatt. Oft restaurieren sie Stücke, die bald an die nächste Generation übergehen sollen.

Wichtig ist den beiden Fachfrauen, dass all ihre Maßnahmen reversibel sind. Das heißt: Alle Überarbeitungen müssen rückgängig zu machen sein. Holzteile befes­tigen sie wie früher mit Leim auf tierischer Basis, zum Beispiel aus Hasenhäuten. „Diese Leime lassen sich mit Wasser anquellen und sind sogar langlebiger als moderne Produkte“, sagt Alice Kleyboldt. Die sogenannten Glutinleime gibt es im...


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