Tag der Lebensmittelverschwendung

18 Mio. Tonnen Lebensmittel für den Müll

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, hat die Banane braune Stellen oder wurde einfach zu viel gekocht – allzu häufig landen genießbare Lebensmittel in der Tonne. Wie groß das Ausmaß dieser Verschwendung ist, zeigt eine aktuelle Studie.

Knapp 24 kg noch verwertbare Lebensmittel schmeißt jeder Bundesbürger jährlich weg. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) durchgeführt wurde. Bundesweit summiert sich die Menge der Lebensmittelabfälle insgesamt auf 4,4 Mio. Tonnen, so die GfK – etwa die Hälfte davon noch genießbar.

Ganz vorne dabei: Frisches Obst und Gemüse

Der Gfk-Studie zufolge entfallen 34 % der vermeidbaren Lebensmittelabfälle auf frisches Obst und Gemüse; weitere 16 % machen zubereitete Speisen aus, 14 % Brot und Backwaren. Die Gründe für die Lebensmittelverluste im Haushalt sind den Auswertungsergebnissen zufolge vielfältig. Abfälle entstünden unter anderem infolge von Impulskäufen durch Aktionsangebote, einer falschen Mengenplanung beim Einkauf oder einer unzureichenden Lagerung frischer Lebensmittel. Als Hauptgrund wurde durch die Befragten jedoch der Aspekt der Haltbarkeit benannt.

Bis zum 2. Mai für den Müll

Die Zahlen einer WWF-Erhebung sind noch drastischer: Auf 7,2 Mio. Tonnen beziffert die Umweltorganisation das Ausmaß der jährlichen Lebensmittelverschwendung in Deutschland durch die Verbraucher. Zusammen mit weiteren 10,8 Mio. Tonnen, die entlang der Wertschöpfungskette anfallen, landen laut WWF so über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln pro Jahr in Deutschland in der Tonne. Um darauf aufmerksam zu machen, hat der WWF den „Tag der Lebensmittelverschwendung“ ins Leben gerufen. Soll heißen: Alle Lebensmittel, die bis zum 2. Mai für Deutschland produziert wurden, werden rechnerisch weggeschmissen.

Was tun?
Ideen, wie man durch bessere Planung und Lagerung sowie kluge Resteverwertung (zum Beispiel mit der „Beste-Reste“ App) Lebensmittelabfälle verhindern kann, hat das Landwirtschaftsministerium auf seiner Homepage zusammengetragen.

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