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Ausstellung in Essen

Versteinerte Welt

Ist das Kunst – oder war das Natur? Eindrucksvolle fossile Zeugen der Pflanzen- und Tierwelt zeigt 
das Essener Ruhrmuseum auf Zeche Zollverein.

Dieses versteinerte Pappelblatt fiel vor 13 Mio. Jahren von einem Baum in der Nähe des heutigen Bodensees.

Schmetterlingsflügel, filigrane Blätter, gewundene Schneckenhäuser, haarfein ziselierte Blütenstängel: Ein Bildhauer hätte das alles kaum beeindruckender in Stein hauen können. Diese und andere Formen finden sich wie eingraviert in Steinen jeder Farbe, Form und Größe, die derzeit im Ruhrmuseum in Essen gezeigt werden.

Die Schau trägt den Titel „Erdgeschichten – Geologie im Ruhrmuseum“ und führt zurück in unvorstellbare Zeiträume, die nicht in Jahr und Jahrhundert gemessen werden, sondern in der Zahleneinheit „Jahrmillionen“. Gezeigt wird beispielsweise eine Kolonie von Lebewesen, die wie Polypen aussehen – es ist „das älteste Stück Nordrhein-Westfalens“, wie es in einer Erläuterung des Museums heißt und soll 485 Mio. Jahre alt sein.

Die gezeigten Fossilien waren einmal Pflanzen und Lebewesen. Sie wurden von Sedimenten überdeckt und luftdicht abgeschlossen. Auf diese Weise blieben sie erhalten, auch wenn die umgebenden Sedimente versteinerten.

Viele der 500 gezeigten Stücke stammen aus der geologischen Gesteinssammlung des Essener Ruhrmuseums, das über rund 400  000 Objekte zur Geologie verfügt. Die meisten Stücke wurden von engagierten Bürgern gesammelt, ein Teil stammt aus einer Schenkung des Unternehmers Friedrich Alfred Krupp.

Tipps für Besucher

Die Ausstellung im Ruhrmuseum – Zeche Zollverein, Gelsenkirchener Straße 181, in Essen ist bis zum 2. September 2018 geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 €, ermäßigt 2 €, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Der Begleitkatalog kostet im Museum 19,80 €.

Weitere Informationen unter Tel. (02  01) 24  68  14  44, www.ruhrmuseum.de.