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Veranstaltungs-Ausblick

Kultur: Was kommt 2018?

Hundert Jahre Demokratie in Deutschland, Katholikentag in Münster, das Ende des Steinkohlebergbaus – Das Wochenblatt wirft einen Blick in den Kultur- und Ausstellungskalender Westfalens für das neue Jahr.

Am Geburtshaus des Malers Peter August Böckstiegel (1889–1951) bei Werther entsteht derzeit ein Museum. Es soll im April eröffnet werden.

Unser Ausblick beginnt in Lüdinghausen im Münsterland. Dort wird Anfang Februar die Hauptburg der Burg Vischering wieder für Besucher öffnen. Die Wasserburg, die als eines der Markenzeichen Westfalens gilt, war gut anderthalb Jahre lang Schauplatz von Umbauarbeiten. Am Sonntag, 4. Februar, öffnen sich die Tore der Burg – unter anderem zu einer vollkommen neu gestalteten Dauerausstellung zur Geschichte der Burg und seiner Bewohner.

Ein Haus für Böckstiegel

Im April soll in der Bauerschaft Arrode bei Werther, Kreis Gütersloh, ein neues Museum eröffnen. Es wird an Leben und Werk des expressionistischen Malers Peter August Böckstiegel (1889–1951) erinnern. Er entstammte einer Kleinbauern- und Leineweberfamilie und war dem ländlichen Milieu seiner Zeit eng verbunden. Viele Personen seiner Umgebung hat Böckstiegel in seinem unverwechselbaren Stil porträtiert. Aber auch ländliche Szenen, Hofansichten und Landschaften des Ravensberger Landes prägen sein Werk.

Frieden gesucht

Im neuen Jahr werden viele Ausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen an das Ende des Ersten Weltkrieges und den beschwerlichen Beginn der Demokratie in Deutschland vor 100 Jahren erinnern. Eines der bundesweit größten Projekte wird von Ende April bis Anfang September in Münster stattfinden. Gleich fünf Museen werden sich dem Leitthema „Frieden. Von der Antike bis heute“ widmen. Das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kultur zeigt Bilder zum Thema von Rubens, Goya, Picasso, Dix, Kollwitz und anderen. Das Stadtmuseum blickt auf den „Westfälischen Frieden“ von 1648 und die Erinnerung an dieses Ereignis in den folgenden Jahrhunderten.

Katholikentag

„Suche Frieden“ lautet auch das Motto des 101. Deutschen Katho­likentages, der vom 9. bis 13. Mai in Münster stattfindet. Auf dem Programm stehen 1000 Veranstaltungen, darunter Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen, Workshops, Ausstellungen und Konzerte.

Der Kohlebergbau endet

Im neuen Jahr schließen in Bottrop und in Ibbenbüren die letzten Steinkohle-Bergwerke in Deutschland. Damit ist nicht einfach nur „Schicht im Schacht“. Vielmehr geht ein Abschnitt der deutschen und europäischen Geschichte zu Ende, der Jahrhunderte geprägt hat. Das ist Anlass genug für das Ruhrmuseum in Essen und das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum, eine Großausstellung zu Geschichte, Technik und Kultur des Kohlebergbaues vorzubereiten. Sie wird vom 27. April bis 11. November auf der Kokerei Zollverein in Essen zu sehen sein.

Gewissermaßen nebenan, in Bochum, blickt die Zeche Hannover des Westfälischen Industriemuseums auf die „Revierfolklore zwischen Heimatstolz und Kommerz“. Sie fragt: „Die Bayern haben ihre Lederhosen, die Friesen ihre traditionellen Hauben und Trachten – aber was hat das Ruhrgebiet?“ Vom 22. März bis 28. Oktober dreht sich in Bochum alles um Grubenhemden, Schlägel und Eisen-Souvenirs, „Grubenmann“ und andere Erinnerungsstücke zwischen künstlerischer Gestaltung, Kunstgewerbe und Kitsch.

Dunkle Seite des Mondes

In Dortmund dürfte die weltweit erste Pink Floyd-Ausstellung für den Ansturm von Zigtausenden Fans sorgen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr im Victoria and Albert Museum in London wandert die Schau in diesem Jahr ins Dortmunder U. Mehr als 350 Objekte aus 50 Jahren Bandgeschichte werden ab Herbst dort zu sehen sein, darunter Instrumente, handgeschriebene Songtexte, Zeichnungen und Grafiken. Dortmund ist die einzige Stadt im deutschsprachigen Raum, in der die multimediale Hör- und Seh-Reise gezeigt wird.

Wer es lieber bodenständig und natürlich mag, ist ab Mitte August in Detmold bestens aufgehoben. Dort findet vom 15. bis 20. August der 118. Deutscher Wandertag statt. Er wird vom Deutschen Wanderverband ausgerichtet und lockt jährlich etliche Tausend Gäste an. Nun also in Detmold: Zum Programm gehören Wanderungen in die Natur, Kulturführungen, ein Festumzug und Konzerte.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in Wochenblatt-Ausgabe 01/2018.

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