Farbe im Salzstreuer

Von Siede- und Gourmetsalz

Neben Tafelsalz gibt es eine ganze Reihe Spezialsalze. Hier ein Überblick.

Wer im Supermarkt einen genauen Blick ins Salzregal wirft, stellt fest, dass es neben dem herkömmlichen Tafelsalz eine ganze Reihe weiterer Spezialsalze gibt. Chemisch gesehen handelt es sich bei allen Salzen um Natriumchlorid, berichtet das Bundeszentrum für Ernährung (BzfE). Die Salzindustrie unterscheidet vier Grundprodukte nach ihrer Herkunft: Sole, Steinsalz, Meersalz und Siedesalz.

Siedesalz wird aus Sole durch Eindampfen gewonnen. Sole ist ­eine konzentrierte Kochsalzlösung aus unterirdischen Quellen.

Steinsalz wird bergmännisch aus unterirdischen Salzlagern abgebaut. Es wird naturbelassen und unraffiniert verkauft, zum Beispiel als Ur-, Blau- oder Kalaharisalz.

Meersalz entsteht durch die Verdunstung von Meerwasser. Um die Salzkristalle ernten zu können, wird das Wasser in Salzbecken, ­sogenannte Salzgärten, geleitet. Sonneneinstrahlung und Wind führen zur Verdunstung. Deshalb ist diese Produktionsmethode auf warme Regionen begrenzt.

Neben diesen Salzen gibt es noch hochpreisige Gourmetsalze aus aller Herren Länder, die von Spitzenköchen verwendet werden, aber auch im Supermarkt zu kaufen sind. Zum Beispiel Inka Sonnensalz aus Peru, schwarzes Lavasalz aus Hawaii, Persisches Blausalz aus dem Iran, Himalayasalz, pinke australische Salz­flocken oder Fleur de Sel aus der Bretagne.

Den ökologische Fußabdruck beachten

Die Salzspezialitäten sollen naturbelassene Würze, einen einzigar­tigen Geschmack und manchmal auch Farbe in die Gerichte bringen.

Ob der spezielle Salzgeschmack den Preis und den ökologischen Fußabdruck wert ist, muss jeder selbst entscheiden, schreibt das BfZE. Letztlich enthalten auch diese Salze überwiegend Natriumchlorid. Der Anteil an weiteren Spurenelementen sei verschwindend gering. Und besondere ­Wirkungen seien weder mit der Herkunft, noch mit der Färbung verbunden, bewerten die Fach­leute des BfZE.

Salz mit Jod und Flourid

Normales Salz aus dem Streuer kann Vorteile haben, wenn es mit Fluorid oder Jod angereichert ist. Fluorid stärkt den Zahnschmelz, Jod braucht die Schilddrüse.

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Es passiert schnell: Beim Kochen sind zu viel Salz, Paprika oder Chiligewürz in Suppe, Eintopf oder Gulasch geraten. Und dann? Was tun, damit es trotzdem schmeckt?


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