Nichts für die Tonne

Lebensmittelabfälle vermeiden

26 kg an Lebensmittelabfällen pro Person und Jahr wären vermeidbar. Das ist hochgerechnet eine ganze Menge. Ein großer Teil der Lebensmittelabfälle lässt sich mit einfachen Lösungen vermeiden.

Joghurt mit Schimmel oder zuviel auf den Teller gelegte Kartoffeln – Lebensmittel entsorgen zu müssen, das tut oft in der Seele weh. Gerade Bauernfamilien und Hobbygärtnern, aber auch vielen anderen Verbrauchern geht das so.
Schließlich ist es mit viel Mühe verbunden ist, Lebensmittel zu produzieren. Wie viele Lebensmittel in privaten Haushalten weggeworfen werden, dazu gibt es unterschiedliche Zahlen. Etwa 56 kg Lebensmittelabfälle pro Kopf und Jahr sollen es nach der neuesten systematischen Erfassung des Lebensmittelabfalls der privaten Haushalten sein. Sie wurde im Jahr 2020 für das Bundesernährungsministerium durchgeführt. Frühere Erhebungen gehen sogar von im Schnitt 75 kg aus.

26 kg vermeidbarer Abfall

Eine ganze Menge dieser Abfälle sind nicht zu umgehen, da sie aus Küchenabfällen, Schalen, Knochen, Kaffeesatz und anderen nicht essbaren Teilen bestehen. Doch knapp 26 kg Lebensmittelabfälle pro Person wären im Jahr vermeidbar, ist der Studie zu entnehmen.

Laut WHO landen jährlich ein Drittel aller produzierten Lebensmittel in der Tonne. Ziel ist es, diese Verluste bis 2030 um 50 % zu reduzieren.

An dieser Müllmenge will die Politik "arbeiten". Die Bundesregierung hat im Februar 2019 nach zehnjährigen Diskussionen die "Nationale Strategie zur Verringerung von Lebensmittelabfällen" beschlossen. Damit hat sich Deutschland dem Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren.

Das ist wichtig, schließlich schont der wertschätzende Umgang mit Nahrung Ressourcen, wie Boden, Wasser, Düngemitteleinsatz und Energie und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Denn der Lebensmittelhandel ist global. Außerdem setzen an vielen Stellen Menschen ihre Arbeitskraft ein und dazu kommt noch viel Material bei Verarbeitung und Verpackung. Dies alles sollte nicht "für die Tonne" sein.

Müllvermeidung beginnt in der Küche

Jeder Verbraucher kann im Kleinen zuhause einen Beitrag leisten, Lebensmittelabfälle zu verringern. Denn hier fallen mehr als die Hälfte des Mülls in der Lebensmittelversorgungskette an. Hier gilt es Konsum und Ernährung umzustellen. Hier gibt es Ideen:

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vor von Bettina Pröbsting

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Weniger wegwerfen: Das wollen alle, die mit Lebensmitteln zu tun haben. Handel, Gastronomie und Verbraucher sitzen an wichtigen Hebeln. Doch der Wettlauf gegen Verluste beginnt schon auf dem Feld.