Projekt an der Fachhochschule Münster

Junge Ideen für den Emshof

„Bauen im Bestand“: Das ist mittlerweile ein wichtiger Baustein bei der Ausbildung des Architektur-Nachwuchses. Wie Gebäude eines Bauernhofes die Kreativität beflügeln, zeigen Studierende aus Münster.

Im besten Fall passt die Form eines Gebäudes zu seiner Funktion wie ein gut sitzender Pulli. Wer neu baut, kann entsprechend planen. Wer alte Gebäude auf einem Bauernhof neu nutzen will, hat bisweilen Probleme mit der Passform.

So geht es auch dem Emshof in Telgte im Kreis Warendorf. Von ­einem konventionellen landwirtschaftlichen Betrieb hat er sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem „Bildungsbauernhof“ entwickelt. Eigentümer ist die Stadt Münster, Betreiber der „Emshof e. V.“. Menschen aller Generationen setzen sich auf dem Hof mit Landwirtschaft und nachhaltiger Entwicklung auseinander. Auf dem Hof gibt es Schweine und Schafe, Hühner und Esel, Katzen und Bienen. Die 8 ha Land werden ökologisch bewirtschaftet. Dabei fassen auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit an, die zu wöchentlichen Kursen, Seminaren, Workshops oder auch Klassenfahrten kommen.

Der Pulli passt nicht

Wollen Gruppen auf dem Hof übernachten, nutzen sie dafür Zelte. Dabei ist Raum auf dem Hof reichlich vorhanden. Aber eben nicht der passende. Die Nutzerinnen und Nutzer von heute brauchen eher Seminarräume als ein großes Getreidelager und eher einen Hofladen als eine große Durchfahrtsscheune. „Wir haben sehr viel umbauten Raum, den man besser nutzen könnte“, sagt Thomas Mosebach, der hauptamtliche Vorstand des Trägervereins. Den einen großen Umbau hat es auf dem Hof bisher nicht gegeben. Es ging eher Stück für Stück voran, wenn mal wieder Fördergelder an Land gezogen werden konnten.

Um Ideen zu entwickeln, haben...


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