Wenn die Obsternte groß ist

Früchte entsaften

In diesem Jahr ist die Obsternte sehr groß. Um Johannisbeeren, Kirschen, Stachelbeeren oder später im Jahr Holunderbeeren oder Quitten effektiv zu verarbeiten, ist das Entsaften eine gute Möglichkeit. Es gibt zwei beliebte Arten, den Saft auf heißem Wege zu gewinnen.

Ist die Ernte von Johannis- und Stachelbeeren, Kirschen oder schwarzem Holunder riesig, bietet es sich an, die Früchte zu entsaften. Aus dem Saft kann dann Gelee, Sirup oder Likör zubereitet werden. Natürlich ist der Fruchtsaft auch pur oder als Schorle zu trinken.

Je nachdem wie hoch der Wassergehalt des Obstes ist, sind für 1 l Saft 1,3 bis 2 kg Früchte notwendig.

Meistens werden die Früchte heiß entsaftet, das heißt, sie werden erhitzt, damit das Obst platzt und seinen Saft frei gibt. Beliebt sind folgende Methoden:

Entsaften im Topf: Gewaschene und zerkleinerte Früchte in einen großen Topf geben. Dann Wasser in den Topf gießen. Empfohlen wird meistens 20 % des Obstgewichtes, beispielsweise für 2 kg Johannisbeeren 400 ml Wasser. Die Früchte bei geschlossenem Deckel etwa 20 bis 30 Minuten weich kochen. Die Kochzeit endet, wenn die Beeren aufplatzen oder die Äpfel zerfallen. Dann ein Sieb oder Durchschlag mit einem dünnen Geschirr- oder Safttuch auslegen, dieses auf eine Schüssel stellen, die heiße Fruchtmasse hineingeben und den Saft ablaufen lassen. Wer Wert auf klaren Saft legt, drückt die Früchte nicht aus.

Entsaften mit dem Dampfentsafter: Wer oft Früchte entsaftet, für den lohnt die Anschaffung eines Dampfentsafters. Dabei werden durch heißen Wasserdampf die Zellwände der Früchte zum Platzen gebracht und der Saft läuft aus. Zum Entsaften der Gebrauchsanleitung des Gerätes folgen. Äpfel, Quitten und Birnen werden ungeschält und in Stücke geschnitten in den Topf gegeben. Johannisbeeren oder Holunderdolden müssen nur gewaschen, aber nicht entstielt werden. Die Früchte sollten nicht zu lange im Entsafter über dem heißen Wasserdampf bleiben, da der Saft sonst zu stark verwässert und dadurch schlechter geliert.

Weitere Tipps rund um frischen Saft

  • Für Gelee muss der Saft immer abkühlen, bevor er weiter verarbeitet wird. Sonst kann sich das im Gelierzucker enthalten Pektin nicht optimal lösen.
  • Der selbst gewonnene Fruchtsaft lässt sich natürlich auch pur oder als Schorle trinken. In Flaschen abgefüllt, hält er sich im Kühlschrank bis zu drei Tage. Soll er länger aufbewahrt werden, muss der Saft mit einer Temperatur über 75 °C in sterilisierte Flaschen abgefüllt werden. Diese sind sofort zu verschließen.
  • Soll aus dem Obst Saft zum Trinken gewonnen werden, hat es sich bewährt, die Früchte mit Zucker zu mischen und dann zu entsaften. So ist die Saftausbeute größer und der Zucker konserviert den Saft. Die Mengenverhältnisse von Früchten und Zucker sind der Gebrauchsanleitung des Dampfentsafters zu entnehmen.

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