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Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie

Mit Bienenwachstüchern lassen sich im Haushalt Alu- und Frischhaltefolie sowie Butterbrottüten ersetzen. Sie sind unkompliziert selbst herzustellen und hübsch sind sie noch dazu.

Tücher mit Bienenwachsbeschichtung können zum Einschlagen von Brot, Obst und Gemüse zum Einsatz kommen. Sie eignen sich auch zum Abdecken von Speisen.

Mehrweg statt Einweg - das geht auch im Haushalt. Diese selbstgemachten Wachstücher können Alu- und Frischhaltefolie oder Butterbrottüten ersetzen. Sie eignen sich zum Einschlagen von Pausenbrot und Käse, zum Einpacken von Brot und auch zum Abdecken von Schüsseln im Kühlschrank. Durch das Wachs hält das Tuch auch am Rand von Schüsseln. Der Vorteil: Die Tücher sind wiederverwendbar und atmungsaktiv. Außerdem lassen sich aus ihnen kleine Beutel oder Körbchen für Stullen nähen.

Benötigt werden

  • dünne, gewaschene Baumwolltücher, beispielsweise alte Bettwäsche oder Oberhemdstoff. Auch Leinen eignet sich. Wichtig: Der Stoff sollte bereits mehrfach gewaschen sein,
  • Bienenwachs, beispielsweise vom örtlichen Imker,
  • Öl, bevorzugt Jojobaöl, einfache Speiseöle eigenen sich auch,
  • Backpapapier,
  • einen Pinsel,
  • einen Topf im Wasserbad zum Schmelzen des Wachses
  • ein altes Bügeleisen.

Die Bilder zeigen, wie die Tücher gewachst werden.

Das Bienenwachs im Wasserbad einschmelzen. Auf 1/2 l flüssigen Bienenwachs etwa 3 Esslöffel Öl einrühren. Das Öl sorgt dafür, dass die Tücher später im Praxiseinsatz elastisch bleiben.

Den Stoff auf Backpapier legen. Mit dem Pinsel das Bienenwachs rasch und möglichst dünn auftragen. Der ganze Stoff muss nicht sofort bedeckt sein.

Jetzt wird eingebügelt. Das Wachs sollte unter dem Bügeleisen richtig flüssig und gut verteilt werden. Wenn überall Wachs ist, das Tuch vorsichtig an zwei Ecken vom Backpapier nehmen, zum Abkühlen etwas in der Luft schwenken und über eine Leine hängen.

Die Wachstücher können als glattes Tuch zum Einsatz kommen.

Aus den Bienenwachstüchern lassen sich auch Beutel nähen. So fallen Gemüse, Nüsse oder Butterbrote nicht heraus.

Hier sind noch einige Tipps rund um Bienenwachstücher

Kanten mit Zacken: Durch das Wachsen fransen die Stoffränder nicht aus. Besonders schön sehen die Kanten aus, wenn sie mit einer Zackenschere geschnitten werden.

Individuell: Eine persönliche Note bekommen die Tücher, wenn sie vorher mit Stoffmalfarben bemalt oder bedruckt werden. So können Kinder ihre Brotzeit in eigene Tücher einschlagen.

Reinigen: Nach ihrem Einsatz werden die Tücher mit lauwarmem Wasser und einem Schwammtuch abgewischt. Sie vertragen auch Spülmittellauge. Anschließend hängt man sie zum Trocknen auf.

Fleisch: Rohes Fleisch darf nicht in die Tücher eingeschlagen werden.

Aufpolieren: Hat das Tuch durch häufigen Gebrauch Knickspuren oder der Wachs hat sich gelöst, können die Tücher erneut gebügelt werden. Eventuell erneut Wachs auftragen.